Trademark appeal discontinued after withdrawal

b-4157-2009Bundesverwaltungsgericht / 2. Abteilung01.10.2009Withdrawn

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged the Federal Institute of Intellectual Property’s partial refusal of the trademark application FAIRREISEN, but withdrew the appeal before the Federal Administrative Court. The court took note of the withdrawal, discontinued the proceedings in single-judge procedure, lifted the pending reply deadline, and ordered no court costs or party compensation. The CHF 3,500 cost advance is to be refunded once the decision enters into force.

Omnilex-Regeste

Art. 23 Abs. 1 lit. a VGG; withdrawal of an appeal leads to discontinuance of the proceedings in single-judge procedure. Where a remedy is terminated by withdrawal without significant judicial effort, procedural costs may be waived under Art. 63 Abs. 1 VwVG in conjunction with Art. 6 lit. a VGKE. No party compensation is due, in particular where the opposing party is a federal authority lacking a right to such compensation under Art. 7 Abs. 3 VGKE (consid. 1-3).

Gesamter Gesetzestext

BVGer B-4157/2009

Entscheiddatum: 01.10.2009Publikationsdatum: 08.10.2009

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung II

B-4157/2009

{T 0/2}

Abschreibungsentscheid vom 1. Oktober 2009

Besetzung

Einzelrichter David Aschmann,

Gerichtsschreiberin Sibylle Wenger Berger.

Parteien

A. _______,

vertreten durch Wild Schnyder AG, Forchstrasse 30, Postfach 1077, 8032 Zürich,

Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE,

Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern,

Vorinstanz.

Gegenstand

Verfügung vom 4. Juni 2009 betreffend die Teilzurückweisung des Markeneintragungsgesuchs 58798/2007 FAIRREISEN.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführerin am 14. August 2007 um Eintragung einer schweizerischen Marke für das Zeichen FAIRREISEN für Waren- und Dienstleistungen der Klassen 16, 38, 39, 41 und 43 ersucht hat,

dass die Vorinstanz das Zeichen im Rahmen der Markenprüfung 58798/2007 - FAIRREISEN mit Schreiben vom 5. Dezember 2007 beanstandet hat,

dass die Vorinstanz nach erfolgtem Schriftenwechsel mit Verfügung vom 4. Juni 2009 das Markeneintragungsgesuch der Beschwerdeführerin für einige der beanspruchten Waren- und Dienstleistungen der Klassen 16 und 41 und für alle Dienstleistungen der Klassen 39 und 43 teilweise zurückgewiesen hat,

dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung am 26. Juni 2009 (Posteingang 29. Juni 2009) beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden gegen Eintragungsverfügungen der Vorinstanz in Markensachen zuständig ist (Art. 31, 32 und 33 Bst. d. des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32])

dass die Beschwerdeführerin den einverlangten Kostenvorschuss von Fr. 3'500.- rechtzeitig bezahlt hat,

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 16. September 2009 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge beantragte,

dass die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 29. September 2009 mitgeteilt hat, sie ziehe die Beschwerde zurück,

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren zufolge Rückzugs der Beschwerde abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG),

dass angesichts des Beschwerderückzugs die mit Verfügung vom 21. September 2009 angesetzte Frist zur Einreichung einer Replik und entsprechender Beweismittel dahinfällt,

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn ein Rechtsmittel ohne erheblichen Aufwand für das Gericht durch Rückzug erledigt wird (Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021], Art. 6 Bst. a VGKE),

dass eine Parteientschädigung angesichts des Verfahrensausgangs (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE) und der Tatsache, dass die Vorinstanz als Bundesbehörde keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE), ausser Betracht fällt.

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

Das Schreiben der Beschwerdeführerin vom 29. September 2009 geht zur Kenntnis an die Vorinstanz.

Das Beschwerdeverfahren wird infolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben.

Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteientschädigung zugesprochen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3'500.- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse zurückerstattet.

Die mit Verfügung vom 21. September 2009 festgesetzte Frist zur Einreichung der Replik und der entsprechenden Beweismittel wird der Beschwerdeführerin abgenommen.

Dieser Entscheid geht an:

die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungsformular)

die Vorinstanz (Ref-Nr. MA-Prüf2 tas/58798/2007; Gerichtsurkunde; Beilage gemäss Ziffer 1)

das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (Gerichtsurkunde)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

David Aschmann Sibylle Wenger Berger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 72 Abs. 2 Bst. b Ziff. 2, 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 1. Oktober 2009

Schlagwörter

trademarkappeal withdrawaldiscontinuancecost advanceparty compensationprocedural costsintellectual property

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal should be discontinued after the appellant withdrew it

Extrahierter Entscheid

The appeal proceedings were discontinued and removed from the docket because the appeal had been withdrawn.

Extrahierte Begründung

Once the appellant stated that it withdrew the appeal, the court terminated the case in single-judge proceedings under the applicable procedural rules.

Kernrechtsfrage

Allocation of costs and compensation after withdrawal of the appeal

Extrahierter Entscheid

No court costs and no party compensation were awarded; the advance on costs was to be refunded after the judgment became final.

Extrahierte Begründung

Because the case ended by withdrawal without significant court work, the court could waive costs, and no party compensation was due, especially since the respondent was a federal authority.

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