Cost allocation after Federal Supreme Court remand

a-7234-2008Bundesverwaltungsgericht / 1. Abteilung25.11.2008Confirmed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Administrative Court decided the costs after the Federal Supreme Court had set aside the earlier VAT-interest ruling and ordered a new decision on costs and party compensation. It held that, in light of the Supreme Court judgment, X.________ Limited was the fully unsuccessful party in A-1610/2006. The court therefore re-imposed the already fixed CHF 1,000 in costs on the appellant and offset them against the advance payment. It also ordered that no costs be charged for the present cost decision and denied any party compensation for both proceedings.

Omnilex-Regeste

Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 6 Bst. b und Art. 7 VGKE: Nach Rückweisung durch das Bundesgericht ist die Kosten- und Entschädigungsfrage des vorangegangenen verwaltungsgerichtlichen Verfahrens neu zu entscheiden. Massgebend bleibt der Prozessausgang nach bundesgerichtlicher Beurteilung; erscheint eine Partei als vollständig unterliegend, sind ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen und mit dem Kostenvorschuss zu verrechnen. Für selbständige Kostenentscheide können keine Verfahrenskosten erhoben werden, wenn das Reglement dies ausschliesst. Bei diesem Ausgang entfällt ein Anspruch auf Parteientschädigung; dies gilt sowohl für das zurückgewiesene Hauptverfahren als auch für das Kostenverfahren selbst (e contrario, vgl. consid. 1-3).

Gesamter Gesetzestext

BVGer A-7234/2008

Entscheiddatum: 25.11.2008Publikationsdatum: 03.12.2008

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung I

A-7234/2008

{T 0/2}

Urteil vom 25. November 2008

Besetzung

Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richter Thomas Stadelmann, Richter Lorenz Kneubühler,

Gerichtsschreiberin Iris Widmer.

Parteien

X._______ Limited,

vertreten durch_______,

Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung,

Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern,

Vorinstanz.

Gegenstand

Kostenentscheid i.S. A-1610/2006.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-1610/2006 vom 29. April 2008 die Beschwerde der X._______ Limited (Beschwerdeführerin) teilweise guthiess und die Sache zur Berechnung des geschuldeten Vergütungszinses an die Vorinstanz zurückwies,

dass im genannten Urteil die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- der Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 900.-- auferlegt wurden und ihr eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 1'300.-- zugesprochen wurde,

dass das Bundesgericht mit Urteil 2C_410/2008 vom 28. Oktober 2008 die Beschwerde der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) gutgeheissen hat,

dass es das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. April 2008 hinsichtlich des zugesprochenen Vergütungszinses aufgehoben und dieses angewiesen hat, über die Kosten und die Parteientschädigung für das verwaltungsgerichtliche Verfahren neu zu entscheiden,

dass im Lichte des bundesgerichtlichen Urteils die Beschwerdeführerin im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht als vollständig unterliegende Partei erscheint,

dass ihr folglich die Verfahrenskosten, welche bereits mit Urteil vom 29. April 2008 auf Fr. 1'000.-- festgesetzt wurden, nach Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) aufzuerlegen, und diese mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen sind,

dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass bei diesem Verfahrensausgang weder für das Verfahren A-1610/2006 noch für das vorliegende Verfahren eine Parteientschädigung an die Beschwerdeführerin auszurichten ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 VGKE e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Die Kosten im Verfahren A-1610/2006 vor dem Bundesverwaltungsgericht in Höhe von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- verrechnet.

Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten auferlegt.

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

Dieses Urteil geht an:

die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)

die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Riedo Iris Widmer

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Schlagwörter

cost allocationparty compensationremandtax procedureunsuccessful partyadvance payment

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Allocation of costs for proceedings A-1610/2006 after the Federal Supreme Court remand

Extrahierter Entscheid

The appellant is treated as the fully unsuccessful party and must bear the CHF 1,000 costs already fixed in the earlier judgment, set off against the advance payment.

Extrahierte Begründung

In light of the Federal Supreme Court's judgment, the appellant is considered entirely unsuccessful; therefore Art. 63(1) VwVG requires the costs to be imposed on it and offset against the advance payment.

Kernrechtsfrage

Whether a party compensation is owed for either the earlier proceedings or the present cost decision

Extrahierter Entscheid

No party compensation is awarded for either proceeding.

Extrahierte Begründung

Given the outcome, Art. 64(1) VwVG and Art. 7 VGKE apply e contrario, so no compensation is due to the appellant.

Kernrechtsfrage

Costs of the present cost decision

Extrahierter Entscheid

No procedural costs are imposed for the present cost decision.

Extrahierte Begründung

Art. 6(b) VGKE excludes costs for this type of cost decision.

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