Reallocation of costs after Federal Supreme Court remand

a-4702-2013Bundesverwaltungsgericht / 1. Abteilung04.09.2013Modified

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Administrative Court decided on costs after the Federal Supreme Court had set aside its earlier judgment and remanded the matter for a new allocation of costs and compensation. It treated A.________ SA as the fully unsuccessful party in case A-268/2012, set the costs of that case at CHF 10,000, offset the CHF 4,000 advance, and ordered payment of the remaining CHF 6,000. It also refused any party compensation in the earlier case. For the present cost decision, the court imposed neither costs nor compensation.

Omnilex-Regeste

Art. 63 Abs. 1 VwVG; reallocation of procedural costs after remand by the Federal Supreme Court; party deemed fully unsuccessful where the higher court overturns the prior favorable outcome. When the new outcome shows the appellant to be the losing party, costs of the earlier proceedings are to be charged accordingly and may be set off against the cost advance. A party compensation under Art. 64 Abs. 1 VwVG and Art. 7 VGKE is excluded where the party is unsuccessful. For a purely cost-based decision, no procedural costs are levied under Art. 6 lit. b VGKE, and no compensation is due (consid. 1-3).

Gesamter Gesetzestext

BVGer A-4702/2013

Entscheiddatum: 04.09.2013Publikationsdatum: 12.09.2013

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung IA-4702/2013

Urteil vom 4. September 2013 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz),Richter Michael Beusch, Richterin Marie-Chantal May Canellas, Gerichtsschreiber Marc Winiger. Parteien A._______ SA, ...,vertreten durch ...,Beschwerdeführerin, gegen Oberzolldirektion (OZD), Abteilung LSVA, Monbijoustrasse 91, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Kostenentscheid.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-268/2012 vom 22. Oktober 2012 die Beschwerde der A._______ SA (Beschwerdeführerin) gutgeheissen hat,

dass im obgenannten Urteil die Verfahrenskosten auf die Gerichtskasse genommen wurden; dass entsprechend angeordnet wurde, der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 4'000.-- sei ihr nach Eintritt der Rechtskraft des genannten Urteils zurückzuerstatten,

dass die Vorinstanz verpflichtet wurde, der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 25'000.-- zu bezahlen,

dass das Bundesgericht mit Urteil 2C_1163/2012 vom 8. August 2013 die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten der Oberzolldirektion (Beschwerdegegnerin) gutgeheissen und das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Oktober 2012 aufgehoben hat,

dass das Bundesgericht in seinem Urteil die Sache zur Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des (vorinstanzlichen) Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht an dieses Gericht zurückgewiesen hat,

dass die Beschwerdeführerin im Lichte des bundesgerichtlichen Urteils als vollständig unterliegende Partei im Verfahren A-268/2012 vor dem Bundesverwaltungsgericht zu betrachten ist; dass demnach die Kosten des Verfahrens A-268/2012 der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),

dass die Kosten des Verfahrens A-268/2012 auf Fr. 10'000.-- festzusetzen und mit dem von der Beschwerdeführerin im selbigen Verfahren geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.-- zu verrechnen sind; dass die Beschwerdeführerin den Restbetrag von Fr. 6'000.-- innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen hat,

dass - dem neuen Ausgang gemäss - im Verfahren A-268/2012 keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario),

dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 6 Bst. b VGKE) und keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 VGKE e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Die Kosten des Verfahrens A 268/2012 werden auf Fr. 10'000.-- festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie werden mit dem von dieser im selbigen Verfahren geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.-- verrechnet. Den Restbetrag von Fr. 6'000.-- hat die Beschwerdeführerin innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post.

  2. Im Verfahren A 268/2012 wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

  3. Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch wird eine Parteientschädigung zugesprochen.

  4. Dieses Urteil geht an:

  •    die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
    
  •    die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
    

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Daniel Riedo Marc Winiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand:

Schlagwörter

cost allocationparty compensationcost advanceremandadministrative procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

How should the costs of proceedings A-268/2012 be reallocated after the Federal Supreme Court's remand?

Extrahierter Entscheid

The appellant is treated as fully unsuccessful; the costs of A-268/2012 are set at CHF 10,000 and charged to her, with the CHF 4,000 advance offset against that amount.

Extrahierte Begründung

In light of the Federal Supreme Court judgment, the appellant must be regarded as the fully losing party in the earlier proceedings, so the procedural costs must be imposed on her under Art. 63(1) VwVG.

Kernrechtsfrage

Is a party compensation due in proceedings A-268/2012 after the new outcome?

Extrahierter Entscheid

No party compensation is awarded in the earlier proceedings.

Extrahierte Begründung

Because the appellant is now the losing party, there is no basis for compensation under Art. 64(1) VwVG and Art. 7 VGKE.

Kernrechtsfrage

Are costs or party compensation due for the present cost decision?

Extrahierter Entscheid

No costs are imposed and no party compensation is awarded in this proceeding.

Extrahierte Begründung

Under Art. 6(b) VGKE, no procedural costs are charged for this cost decision; the rules on compensation likewise do not justify an award.

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