Reallocation of costs and party compensation after partial success

a-436-2014Bundesverwaltungsgericht / 1. Abteilung17.04.2014Modified

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Administrative Court reallocated the costs of its earlier judgment A-566/2012 after the Federal Supreme Court partly allowed the subsequent appeal and remitted the case on costs. It held that the appellant had only partially lost and therefore had to bear 90% of the former court costs, namely CHF 12,600, with CHF 1,400 returned from his advance. The OZD was ordered to pay him CHF 2,000 in reduced party compensation. For the present cost proceedings, the court waived costs and awarded no party compensation.

Omnilex-Regeste

Art. 63 Abs. 1, Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 6 lit. b, Art. 7 Abs. 2 and 4 VGKE; reallocation of costs after partial success on appeal. When a higher court partially annuls a judgment and remits the matter only as to costs, the lower court must reassess costs and compensation according to the new outcome. A party that succeeds only partly bears costs only in proportion to its failure and receives a correspondingly reduced party compensation. For the remittal proceedings themselves, costs may be waived where the procedural effort is minimal and no significant expense is incurred by the parties (consid. 2-4).

Gesamter Gesetzestext

BVGer A-436/2014

Entscheiddatum: 17.04.2014Publikationsdatum: 29.04.2014

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung IA-436/2014

Urteil vom 17. April 2014 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz),Richter Pascal Mollard, Richterin Salome Zimmermann, Gerichtsschreiber Marc Winiger. Parteien A._______, ...,vertreten durch Rechtsanwalt Willy Bolliger, ...,Beschwerdeführer, gegen Oberzolldirektion (OZD),Hauptabteilung Recht und Abgaben,Monbijoustrasse 40, 3003 Bern,Vorinstanz. Gegenstand Kostenentscheid.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht am 24. Januar 2013 (Verfahren A 566/2012) die Beschwerde von A._______ (Beschwerdeführer) gegen den Beschwerdeentscheid der Oberzolldirektion (OZD) vom 15. Dezember 2011 abgewiesen und ihm die Verfahrenskosten von Fr. 14'000.-- auferlegt hat,

dass das Bundesgericht die vom Beschwerdeführer dagegen erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit Urteil vom 24. Januar 2014 (Verfahren 2C_201/2013) teilweise gutgeheissen, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Januar 2013 bezüglich der Einfuhr vom 7. März 2005 sowie der Mehrwertsteuer aufgehoben und die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten im Übrigen abgewiesen hat,

dass das Bundesgericht die Sache zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die OZD sowie zur Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht an dieses zurückgewiesen hat,

dass im Lichte des bundesgerichtlichen Urteils der Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nur teilweise unterlegen ist und ihm daher die Kosten des betreffenden Verfahrens von Fr. 14'000.--analog dem bundesgerichtlichen Verfahren lediglich im Umfang von 90%, ausmachend Fr. 12'600.--, aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass dieser Betrag dem vom Beschwerdeführer im bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahren einbezahlten Kostenvorschuss von Fr. 14'000.-- zu entnehmen ist; dass ihm der Restbetrag von Fr. 1'400.-- zurückzuerstatten ist,

dass der OZD als Bundesbehörde, obschon dem neuen Ausgang gemäss im fraglichen Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ebenfalls teilweise unterliegend, für selbiges Verfahren keine Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass die OZD im teilweise aufgehobenen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Januar 2013 nicht verpflichtet worden ist, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zu bezahlen; dass die Frage nach der Zusprechung einer Parteientschädigung an den Beschwerdeführer im entsprechenden Verfahren daher - dem neuen Ausgang gemäss - zu überprüfen ist,

dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuspricht (Art. 64 Abs. 1 VwVG); dass, obsiegt die Partei - wie vorliegend der Beschwerdeführer - nur teilweise, die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen ist (Art. 7 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass die OZD demnach zu verpflichten ist, dem (bereits) im seinerzeitigen Verfahren A 566/2012 anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer für selbiges Verfahren eine (reduzierte) Parteientschädigung von ermessensweise Fr. 2'000.-- (inkl. MWST) zu bezahlen,

dass aufgrund des geringen Aufwands für das vorliegende Verfahren auf die Auferlegung von Verfahrenskosten zu verzichten ist (vgl. Art. 6 Bst. b VGKE),

dass für das vorliegende Verfahren auch keine Parteientschädigungen zuzusprechen sind, da den Parteien ebenfalls kein massgeblicher Aufwand entstanden ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 4 VGKE).

Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Die Kosten im Verfahren A-566/2012 von Fr. 14'000.-- werden dem Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 12'600.-- auferlegt. Dieser Betrag wird dem im genannten Verfahren vom Beschwerdeführer einbezahlten Kostenvorschuss von Fr. 14'000.-- entnommen. Der Restbetrag von Fr. 1'400.-- wird ihm zurückerstattet.

  2. Die OZD wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer im Verfahren A 566/2012 eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- zu bezahlen.

  3. Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch wird eine Parteientschädigung zugesprochen.

  4. Dieses Urteil geht an:

  •    den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
    
  •    die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)  
    

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Daniel Riedo Marc Winiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand:

Schlagwörter

cost allocationparty compensationpartial successrefundcourt costsadministrative appeal

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

How should the costs of the earlier Federal Administrative Court proceedings A-566/2012 be reallocated after partial success before the Federal Supreme Court?

Extrahierter Entscheid

The appellant must bear 90% of the former procedural costs, amounting to CHF 12,600, and CHF 1,400 must be refunded from the advance payment.

Extrahierte Begründung

Because the Federal Supreme Court set aside part of the earlier judgment, the appellant was only partially unsuccessful; costs were therefore to be allocated proportionally under Art. 63(1) VwVG.

Kernrechtsfrage

Is the appellant entitled to party compensation for the earlier proceedings A-566/2012?

Extrahierter Entscheid

Yes. The OZD must pay the appellant CHF 2,000 including VAT as reduced party compensation.

Extrahierte Begründung

A party that succeeds only partially is entitled to a correspondingly reduced compensation under Art. 64(1) VwVG and Art. 7(2) VGKE.

Kernrechtsfrage

Should costs be charged for the present cost decision proceedings?

Extrahierter Entscheid

No procedural costs are imposed for the present proceedings.

Extrahierte Begründung

Given the limited effort required, the court waived court costs under Art. 6(b) VGKE.

Kernrechtsfrage

Should party compensation be awarded for the present proceedings?

Extrahierter Entscheid

No party compensation is awarded for the present proceedings.

Extrahierte Begründung

Neither party incurred significant expense, so compensation was not justified under Art. 64(1) VwVG in conjunction with Art. 7(4) VGKE.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.