International legal assistance appeal discontinued after withdrawal

RR.2015.2Bundesstrafgericht / Beschwerdekammer13.01.2015Dismissed

Zusammenfassung

In an international mutual legal assistance case concerning the transfer of hearing records to Germany, A. appealed the Bern prosecutor’s closing decision of 1 December 2014 to the Federal Criminal Court. After the court requested an advance on costs, A. withdrew the appeal by letter of 11 January 2015. The Court therefore discontinued the proceedings as moot and struck the case off the docket. It held that a withdrawing appellant is generally to be treated as the losing party and ordered A. to pay a court fee of CHF 100.

Regest

Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 39 Abs. 2 lit. b and Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG; cost consequences after withdrawal of an appeal: a party that withdraws its appeal is, as a rule, to be treated as unsuccessful and must bear the court costs. In mutual legal assistance proceedings, withdrawal renders the appeal proceedings moot and they are to be struck off. The court may set a reduced court fee having regard to the nature and extent of the proceedings (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

Entscheid vom 13. Januar 2015 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova, Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia

Parteien

A., Beschwerdeführer

gegen

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS BERN, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch- land

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)

Rückzug der Beschwerde

B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l

Ges c häft s n um m er: R R . 20 15. 2

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:

  • die Staatsanwaltschaft Tübingen ein Strafverfahren gegen A. und B. wegen Nöti- gung und Beleidigung führt (s. act. 1.2);

  • in diesem Zusammenhang die deutschen Behörden mit Rechtshilfeersuchen vom

  1. September 2014 an die Schweiz gelangten und dabei u.a. um Einvernahme von A. ersuchten (s. act. 1.2);
  • die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern dem Rechtshilfeersuchen in der Folge entsprach und mit Schlussverfügung vom 1. Dezember 2014 die rechtshilfeweise Herausgabe des Protokolls der Einvernahme von A. und von B. samt Berichts- rapport der Kantonspolizei Bern vom 11. November 2014 verfügte (act. 1.2);

  • gegen diese Schlussverfügung A. mit Beschwerde vom 5. Dezember 2014 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte (act. 1);

  • der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 7. Januar 2015 aufgefordert wurde, bis zum 19. Januar 2014 einen Kostenvorschuss von Fr. 4'000.-- zu leisten (act. 3);

  • der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 11. Januar 2015 mitteilte, dass er sei- ne Beschwerde zurückziehe (act. 4);

  • das Beschwerdeverfahren daher zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abzuschreiben ist;

  • der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als un- terliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG die Gerichtskosten zu tragen hat (Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2007.4 vom 6. März 2007 und RR.2007.70 vom 30. Mai 2007);

  • die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 100.-- anzusetzen ist (vgl. Art. 8 Abs. 3 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Ge- bühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren; SR 173.713.162).

Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

  1. Das Verfahren RR.2015.2 wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erle- digt abgeschrieben.

  2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 100.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

Bellinzona, 13. Januar 2015

Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Zustellung an

  • A.
  • Staatsanwaltschaft des Kantons Bern
  • Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe

Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).

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