Withdrawal of appeal in mutual legal assistance case

RR.2012.176Bundesstrafgericht / Beschwerdekammer07.08.2012Withdrawn

Zusammenfassung

German authorities were investigating an unknown perpetrator for intentional homicide or murder and requested bank-record assistance in Switzerland. The Zurich public prosecutor granted the request and ordered disclosure of the bank data. A. appealed to the Federal Criminal Court but then expressly withdrew the appeal. The court therefore struck the proceedings off the docket as concluded and imposed court costs of CHF 300 on the appellant.

Regest

Art. 74 IRSG; withdrawal of an appeal in mutual legal assistance proceedings: where the appellant expressly withdraws the appeal, the appellate proceedings are to be declared terminated and struck off without a merits review. The withdrawing party bears the court costs; the fee is determined under the applicable cost rules (consid. on costs).

Gesamter Gesetzestext

Entscheid vom 7. August 2012 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Andreas J. Keller und Tito Ponti, Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja

Parteien

A., Beschwerdeführerin

gegen

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS ZÜRICH, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch- land

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)

Rückzug der Beschwerde

B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l

Ges c häft s n um m er: R R . 20 12. 17 6

  • 2 -

Die Beschwerdekammer zieht in Betracht, dass:

  • die Staatsanwaltschaft Ellwangen/BRD gegen eine unbekannte Täterschaft ein Verfahren wegen vorsätzlicher Tötung bzw. Mord führt;

  • in diesem Zusammenhang die Staatsanwaltschaft Ellwangen an die Schweiz gelangte und um Bankdatenermittlung bei der Bank B. AG in Zü- rich ersuchte;

  • die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich mit Schlussverfügung vom

  1. Juni 2012 dem Rechtshilfeersuchen entsprach und die Mitteilung der ersuchten Bankdaten verfügte (act. 1.1);
  • A. mit Beschwerde vom 15. Juli 2012 an die Beschwerdekammer des Bun- desstrafgerichts gelangte und gegen die Herausgabe ihrer Bankdaten op- ponierte (act. 1);

  • die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 19. Juli 2012 eingeladen wurde, bis zum 30. Juli 2012 einen Kostenvorschuss von CHF 4'000.-- zu leisten und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei Säumnis auf die Be- schwerde nicht eingetreten werde; sie zudem aufgefordert wurde, bis zum gleichen Datum in der Schweiz ein Zustelldomizil zu bezeichnen, ansons- ten weitere Zustellungen durch das Bundesstrafgericht grundsätzlich unter- blieben und insbesondere der Schlussentscheid nicht zugestellt werde (act. 3);

  • die Beschwerdeführerin mit Schreiben 1. August 2012 ausdrücklich den Rückzug der Beschwerde erklärte (act. 4);

  • das Beschwerdeverfahren zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abzuschreiben ist;

  • die Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflich- tig wird (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); für die Be- rechnung das Reglement BStKR zur Anwendung gelangt (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 Abs. 1 lit. a StBOG); die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 300.-- anzusetzen ist.

  • 3 -

Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

  1. Das Verfahren RR.2012.176 wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als er- ledigt abgeschrieben.

  2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.

Bellinzona, 7. August 2012

Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Zustellung an

  • A.
  • Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,
  • Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe

Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).

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