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RR.2011.304,RR.2011.305 ΓÇó Withdrawal of appeal; costs in MLAT proceedings
RR.2011.304,RR.2011.305Bundesstrafgericht / Beschwerdekammer06.03.2012Dismissed
The Swiss Federal Criminal Court’s Complaint Chamber dealt with an appeal in mutual legal assistance proceedings concerning the presence of foreign officials during searches and interviews. After the appellants A. and B. withdrew their appeal, the court declared the proceedings closed. It treated the withdrawing appellants as the losing parties and imposed a joint court fee of CHF 500, to be set off against the CHF 3,000 advance. The balance of CHF 2,500 was ordered to be refunded to the appellants.
Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG; Art. 63 Abs. 1 VwVG; withdrawal of an appeal in mutual legal assistance proceedings: if the appellant withdraws the complaint, the proceedings are to be struck off as moot; the withdrawing party is ordinarily deemed to have failed and bears the costs. The court may fix the fee according to the actual clerical effort and offset it against the advance payment, ordering reimbursement of any surplus (consid. 2).
Entscheid vom 6. März 2012 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Vorsitz, Cornelia Cova und Roy Garré, Gerichtsschreiberin Marion Schmid
Parteien
A.,
B.,
Beschwerdeführer
beide vertreten durch Rechtsanwältinnen Yvonne Pieles und Nadia Tarolli,
gegen
STAATSANWALTSCHAFT KANTON SOLOTHURN,
Beschwerdegegnerin
Gegenstand Anwesenheit ausländischer Prozessbeteiligter (Art. 80e Abs. 2 lit. b IRSG); Rückzug der Beschwer- de
Bundesstrafgericht Tribunal pénal fédéral Tribunale penale federale Tribunal penal federal Geschäftsnummer: RR.2011.304 - 305
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
die Oberstaatsanwaltschaft Köln unter anderem gegen B. sowie A. ein Straf- verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung führt;
die Oberstaatsanwaltschaft Köln in diesem Zusammenhang mit Rechtshilfe- ersuchen vom 1. Juli 2011 an die Schweiz gelangte und um Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume von B. und A. sowie um polizeiliche Einver- nahme von A. und Zeugen ersuchte (act. 1.3);
die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn mit Eintretensverfügung vom
die Beschwerdeführer mit Schreiben vom 30. Januar 2012 den Rückzug ihrer Beschwerde vom 25. November 2011 erklärten (act. 16);
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das Beschwerdeverfahren daher zufolge Rückzugs der Beschwerde als erle- digt abzuschreiben ist;
der Beschwerdeführer, welcher seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 39 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes (Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG; SR 173.71) i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG die Gerichtskosten zu tragen hat (Entscheide des Bun- desstrafgerichts RR.2010.130 vom 15. September 2010; RR.2010.101 vom
Demnach erkennt die Beschwerdekammer:
Die Verfahren RR.2011.304 - 305 werden zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abgeschrieben.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird den Beschwerdeführern solidarisch auferlegt, unter Verrechnung des entsprechenden Betrages mit dem geleis- teten Kostenvorschuss von Fr. 3’000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, den Beschwerdeführern den Restbetrag von Fr. 2'500.-- zu- rückzuerstatten.
Bellinzona, 6. März 2012
Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
Der Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin:
Zustellung an
Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (vgl. Art. 93 Abs. 2 BGG).