Non-entry for failure to pay advance and submit documents

RR.2007.62Bundesstrafgericht / Beschwerdekammer30.05.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A. appealed a Zurich State Prosecutor’s mutual legal assistance order in a request originating from Oldenburg, Germany. The Federal Criminal Court’s II. Appeal Chamber held that the appeal could not be entertained because A. did not pay the required CHF 4,000 advance by the deadline and also failed to file the requested power of attorney and copy of the challenged order. He had not sought payment relief or legal aid. The court ordered him to pay a court fee of CHF 300.

Omnilex-Regeste

Art. 30 lit. b SGG in conjunction with Art. 63 Abs. 4 VwVG; non-payment of the ordered cost advance within the set time limit and failure to comply with a request to remedy documentary defects lead to non-entry on the appeal. The warning requirement is satisfied where the party is expressly informed of the consequence of default. The appellant’s omission also triggers costs under Art. 63 Abs. 1 VwVG; the court fee is fixed according to the applicable fee regulation and practice.

Gesamter Gesetzestext

Entscheid vom 30. Mai 2007 II. Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Bernard Bertossa, Vorsitz, Andreas J. Keller und Cornelia Cova, Gerichtsschreiberin Lea Unseld

Parteien

A., vertreten durch Rechtsanwalt Axel Husheer, Beschwerdeführer

gegen

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS ZÜRICH, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch- land

Bundesstrafgericht Tribunal pénal fédéral Tribunale penale federale Tribunal penal federal Geschäftsnummer: RR.2007.62

  • 2 -

Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass

  • die Staatsanwaltschaft Oldenburg am 30. März 2007 mit einem Rechtshil- feersuchen an die Schweiz gelangt ist;

  • die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich in Ausführung dieses Rechts- hilfeersuchens eine Eintretens- und Zwischenverfügung erlassen hat (Ver- fahrensnummer REC B-5/2007/111);

  • A. gegen diese Verfügung mit Beschwerde vom 19. April 2007 an die Be- schwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangt ist;

  • A. seiner Beschwerde weder die angefochtene Verfügung noch die in der Beschwerde erwähnte Vollmacht seines Rechtsvertreters beigelegt hat;

  • A. am 23. April 2007 eingeladen wurde, bis zum 3. Mai 2007 einen Kosten- vorschuss von CHF 4'000.-- zu leisten und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird; er zu- dem aufgefordert wurde, innert gleicher Frist bei der II. Beschwerdekam- mer eine Vollmacht betreffend das schweizerische Rechtshilfeverfahren sowie eine Kopie der angefochtenen Verfügung einzureichen;

  • die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Be- trag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post überge- ben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 21 Abs. 3 VwVG);

  • der Beschwerdeführer den ihm auferlegten Kostenvorschuss nicht bezahlt hat, weder um Zahlungserleichterungen noch um die Gewährung der un- entgeltlichen Rechtspflege ersucht hat und auch die eingeforderten Unter- lagen nicht eingereicht hat;

  • auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG);

  • der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig wird (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG), wobei die Gerichtsge- bühr auf CHF 300.-- anzusetzen ist (Art. 3 des Reglements vom

  1. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht, SR 173.711.32; TPF RR.2007.6 vom 22. Februar 2007 E. 5);
  • 3 -

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  2. Die Gerichtsgebühr von CHF 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

Bellinzona, 4. Juni 2007

Im Namen der II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Zustellung an

  • Rechtsanwalt Axel Husheer
  • Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
  • Bundesamt für Justiz, Abt. Internationale Rechtshilfe

Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde einge- reicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Be- schwerde nur zulässig, wenn er die Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Ge- genständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbe- reich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).

Schlagwörter

mutual legal assistancenon-entrycost advancepower of attorneyprocedural costsinadmissibility

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be entered into despite non-payment of the cost advance and missing required documents.

Extrahierter Entscheid

No. The appeal had to be dismissed without entering into the merits because the appellant did not pay the advance and did not submit the requested power of attorney and copy of the challenged order.

Extrahierte Begründung

The court had warned that failure to pay the advance by the deadline would lead to non-entry. The appellant neither paid nor requested instalments or legal aid, and he also failed to cure the documentary deficiencies.

Kernrechtsfrage

Who bears the procedural costs and in what amount.

Extrahierter Entscheid

The appellant bears the costs; the court fee is CHF 300.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings, and the court fixed the fee under the applicable court-fee regulation and prior practice.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.