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BG.2013.30 ΓÇó Criminal jurisdiction dispute declared moot after acknowledgment
BG.2013.30Bundesstrafgericht / Beschwerdekammer17.12.2013Dismissed
The Cantons of Schwyz, St. Gallen and Glarus were involved in a venue dispute concerning criminal proceedings against A. for serious traffic offenses. Schwyz applied to the Federal Criminal Court to designate St. Gallen or, alternatively, Glarus as the competent canton. Before the court decided, the St. Gallen public prosecutor acknowledged competence in writing. The Federal Criminal Court therefore removed the matter from its docket as moot and ordered that no costs be charged.
Art. 40 Abs. 2 StPO; jurisdiction dispute between cantonal prosecution authorities becomes moot once the requested canton expressly acknowledges venue. In such a situation, the complaint proceedings are struck from the docket without substantive determination. Pursuant to Art. 423 Abs. 1 StPO, no costs are to be imposed where the court so orders in the absence of a live dispute.
Beschluss vom 17. Dezember 2013 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Andreas J. Keller und Cornelia Cova, Gerichtsschreiber Martin Eckner
Parteien
KANTON SCHWYZ, Oberstaatsanwaltschaft, Gesuchstellerin
gegen
KANTON SANKT GALLEN, Staatsanwaltschaft,
KANTON GLARUS, Staats- und Jugendanwalt- schaft, Gesuchsgegner
Gegenstand Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO)
B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l
Ges c häft s n um m er: B G .20 13 .30
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
– die Kantone Schwyz, St. Gallen, Glarus und Zürich am Verfahren gegen den Beschuldigten A. betreffend qualifizierte grobe Verletzung der Ver- kehrsregeln (Art. 90 Abs. 3 SVG) sowie pflichtwidriges Verhalten bei Unfall (Führerflucht, Art. 92 Abs. 2 SVG) und weitere Widerhandlungen beteiligt waren;
– am 4. Dezember 2013 der Kanton Schwyz mit Gesuch im Sinne von Art. 40 Abs. 2 StPO an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte und beantragte, "[d]er Kanton St. Gallen evtl. der Kanton Glarus sei als be- rechtigt und verpflichtet zu erklären, das gegen den Beschuldigten A., wohnhaft in Z. (KT ZH) eingeleitete Verfahren wegen SVG-Verletzungen, begangen am 13. Oktober 2013 auf der A3, durchzuführen" (act. 1);
– die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen mit Schreiben vom 10. Dezember 2013 sich gegenüber der Beschwerdekammer und den be- teiligten Kantonen als zuständig erklärt und den streitigen Gerichtsstand anerkannt hat (act. 3);
– das Gerichtsstandsverfahren demnach gegenstandslos geworden und von der Geschäftskontrolle abzuschreiben ist;
– in diesem Verfahren keine Kosten zu erheben sind (Art. 423 Abs. 1 StPO).
Demnach erkennt die Beschwerdekammer:
Das Verfahren wird zufolge Anerkennung des Gerichtsstandes durch den Kanton St. Gallen als gegenstandslos von der Geschäftskontrolle abge- schrieben.
Es werden keine Kosten erhoben.
Bellinzona, 17. Dezember 2013
Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
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Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.