Revision inadmissible for non-payment of cost advance

BG.2005.10Bundesstrafgericht / Beschwerdekammer17.08.2005Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A. and B. AG in liquidation filed revision requests against an earlier decision of the Federal Criminal Court. After their applications for legal aid were denied, they were ordered to pay a CHF 500 advance each, but they did not pay or seek an extension by the deadline. The Beschwerdekammer therefore did not enter into the revision requests and charged the applicants a joint and several court fee of CHF 1,000.

Omnilex-Regeste

Art. 33 Abs. 2 OG; non-payment of an ordered cost advance after explicit warning leads to non-entry on the request. Where the party neither pays the advance within the set time-limit nor requests an extension, the court must refuse to proceed; costs are imposed on the unsuccessful applicants under the applicable cost provisions (Art. 245 BStP in conjunction with Art. 156 Abs. 1 OG and the federal criminal court fee schedule). The manifest absence of revision grounds may reinforce the conclusion that the filing is abusive, but the dispositive basis remains the procedural default.

Gesamter Gesetzestext

Entscheid vom 17. August 2005 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, Andreas J. Keller und Tito Ponti, Gerichtsschreiber Patrick Guidon

Parteien

  1. A.,

  2. B. AG IN LIQUIDATION,

Gesuchsteller

gegen

KANTON ZÜRICH,

Gesuchsgegner

Gegenstand Revision des Entscheids des Bundesstrafgerichts BG.2005.7 vom 17. März 2005

Bundesstrafgericht Tribunal pénal fédéral Tribunale penale federale Tribunal penal federal Geschäftsnummer: BG.2005.10

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass

  • die Beschwerdekammer mit Entscheid vom 17. März 2005 (Geschäfts- nummer BG.2005.7) auf eine Beschwerde von A., der B. AG und der C. AG, beide in Liquidation, um Bestimmung des Gerichtsstandes in Sa- chen D. et al. nicht eintrat, das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abwies und den Beschwerdeführern die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- un- ter solidarischer Haftbarkeit auferlegte;

  • sich A. und die B. AG in Liquidation mit vom 22. April 2005 datierender und als „Revisionsklage“ bezeichneter Eingabe (Eingang 27. April 2005) an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts wenden und unter anderem beantragen, „es sei der Entscheid vom 17.3.2005 der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Prozess-Nr. BG.2005.7 betreffend Dispositiv 1 – auf die Beschwerde wird nicht eingetreten – innert 10 Tagen von Amtes wegen vollumfänglich aufzuheben und die Sache an die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen (...) zu überweisen“ (act. 1, S. 3);

  • die Beschwerdekammer A. sowie die B. AG in Liquidation mit separaten Schreiben vom 27. April 2005 aufforderte, bis 9. Mai 2005 einen Kosten- vorschuss von Fr. 500.-- zu leisten (act. 2 und 3);

  • sowohl A. wie auch die B. AG in Liquidation mit Eingabe vom 7. Mai 2005 (Eingang 10. Mai 2005) ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege stellten (act. 4);

  • die Beschwerdekammer ihnen mit Schreiben vom 12. Mai 2005 je ein For- mular betreffend unentgeltliche Prozessführung zukommen liess (act. 5 und 6), welche mit Eingabe vom 23. Mai 2005 (act. 7) innert angesetzter Frist retourniert wurden;

  • die Beschwerdekammer die beiden Gesuche mit separaten Entscheiden vom 25. Juli 2005 abwies und A. sowie der B. AG in Liquidation Frist bis

  1. August 2005 zur Leistung eines Kostenvorschusses von je Fr. 500.-- an- setzte (act. 9 und 10), verbunden mit der Androhung, dass bei Säumnis auf die Gesuche nicht eingetreten werde (vgl. E. 1.4 der erwähnten Entschei- de);
  • A. und die B. AG in Liquidation diese Entscheide am 2. August 2005 ent- gegen nahmen (act. 11 und 12);

  • bis zum 5. August 2005 weder A. noch die B. AG in Liquidation die verlang- ten Kostenvorschüsse geleistet oder um eine Erstreckung der Frist ersucht

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haben (vgl. Art. 33 Abs. 2 OG), weshalb auf die Revisionsgesuche andro- hungsgemäss nicht einzutreten ist;

  • die Gesuche angesichts der offensichtlich fehlenden Revisionsgründe und mit Blick auf die Aussichtslosigkeit der ursprünglichen Beschwerde (vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts BG.2005.7 vom 17. März 2005 E. 1.2) geradezu trölerisch anmuten und sich die Beschwerdekammer deshalb vorbehält, weitere Eingaben in demselben Zusammenhang inskünftig nicht mehr förmlich zu behandeln;

  • bei diesem Ausgang des Verfahrens A. und die B. AG in Liquidation die Kosten unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen sind (Art. 245 BStP i.V.m. Art. 156 Abs. 1 OG), wobei die Gerichtsgebühr auf Fr. 1'000.-- fest- gesetzt wird (Art. 3 des Reglements über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht; SR 173.711.32),

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und erkennt:

  1. Auf die Revisionsgesuche wird nicht eingetreten.

  2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1’000.-- wird den Gesuchstellern unter solidari- scher Haftbarkeit auferlegt.

Bellinzona, 17. August 2005

Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zustellung an

  • A.,
  • B. AG in Liquidation,
  • Kanton Zürich, Oberstaatsanwaltschaft, sowie Staatsanwaltschaft I,

Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.

Schlagwörter

revisioncost advancenon-entrylegal aidcourt feesabuse of process

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the revision requests were admissible despite non-payment of the ordered cost advances.

Extrahierter Entscheid

The court would not enter into the revision requests because neither applicant paid the required advance by the deadline or sought an extension.

Extrahierte Begründung

The applicants were expressly warned that failure to pay would lead to non-entry; the deadline passed without payment or extension request, so non-entry followed.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs after non-entry on the revision requests.

Extrahierter Entscheid

The applicants were ordered to pay the court fee jointly and severally.

Extrahierte Begründung

Because they failed in the proceedings, costs were charged to them under the applicable federal procedure and fee rules.

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