Remuneration of appointed counsel after remittal

BES.2016.62Obergericht / Einzelrichter13.02.2017Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

Following remittal by the Federal Criminal Court, the Appellationsgericht Basel-Stadt reassessed A____’s compensation as appointed counsel in appeal BES.2016.62. It accepted 5.55 hours at the customary Basel-Stadt hourly rate of CHF 200, allowed CHF 4 for telephone/postage and reduced copying expenses from CHF 32.50 to CHF 16.25 because copies are reimbursed at CHF 0.25 per page. The court therefore ordered payment of CHF 1,110 in fees, CHF 20.25 in expenses, and CHF 90.40 VAT from the court treasury.

Omnilex-Regeste

Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO; compensation of appointed counsel in appeal proceedings; if a detailed fee note is filed, the authority may not merely reduce individual items without briefly stating why the claimed work or expenses were unnecessary. The right to be heard is infringed if the fee note is overlooked or not meaningfully addressed; such a defect is not cured where the objection before the reviewing court leaves the note unconsidered. Copying expenses are to be reimbursed according to the applicable cantonal practice rate, not at the rate claimed by counsel.

Gesamter Gesetzestext

Appellationsgericht

des Kantons Basel-Stadt

Einzelgericht

BES.2016.62

ENTSCHEID

vom 13. Februar 2017

Mitwirkende

lic. iur. Christian Hoenen

und Gerichtsschreiberin lic. iur. Saskia Schärer

Beteiligte

A____, Advokat unentgeltlicher Rechtsbeistand

[...]

Gegenstand

Festlegung des Honorars des unentgeltlichen Rechtbeistands

Urteil des Appellationsgerichts vom 10. Juni 2016

(vom Bundesstrafgericht mit Verfügung vom 2. Februar 2017 teilweise aufgehoben)

Das Appellationsgericht (Einzelgericht) zieht in Erwägung,

dass das Bundesstrafgericht mit Verfügung vom 2. Februar 2017 eine durch A____ erhobene Beschwerde gegen die Festsetzung seines Honorars als unentgeltlicher Rechtsbeistand im Beschwerdeverfahren BES.2016.62 gutgeheissen und die Sache zur neuen Entscheidung an das Appellationsgericht zurückgewiesen hat,

dass es dabei ausgeführt hat, sofern ein unentgeltlicher Rechtsbeistand eine detaillierte Kostennote einreiche, genüge es nicht, einzelne Posten herabzusetzen, ohne zumindest kurz auszuführen, aus welchem konkreten Grund die Aufwendungen oder Auslagen als unnötig betrachtet würden,

dass das Appellationsgericht das rechtliche Gehör des unentgeltlichen Rechtsbeistands verletzt habe, indem es bei der Festlegung der Entschädigung die Honorarnote übersehen und somit überhaupt nicht berücksichtigt habe und sich auch im Rahmen des Verfahrens vor dem Bundesstrafgericht nicht mit dieser auseinandergesetzt habe, weshalb der Mangel auch nicht geheilt werden könne,

dass A____ in seiner Honorarnote vom 25. Mai 2016 einen Aufwand von 5,55 Stunden für die Bemühungen, welche im Zusammenhang mit der Beschwerde gegen die Abweisung des Gesuchs um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes für den Privatkläger getätigt worden sind, geltend macht,

dass dieser Aufwand zum im Kanton Basel-Stadt üblichen Ansatz von CHF 200.– zu entschädigen ist,

dass der unentgeltliche Rechtsbeistand ferner Auslagen von CHF 4.– für Telefon und Porti und von CHF 32.50 für Kopien in Rechnung stellt,

dass er hinsichtlich der Kopien von einem Ansatz von CHF –.50 ausgegangen ist, solche jedoch praxisgemäss mit CHF –.25 vergütet werden (vgl. statt vieler SB.2014.97 vom 15. Januar 2016),

dass sich damit die Auslagen auf insgesamt CHF 20.25 reduzieren,

und erkennt:

://: Dem unentgeltlichen Rechtsbeistand, A____, werden für das Beschwerdeverfahren BES.2016.62 ein Honorar von CHF 1‘110.– und ein Auslagenersatz von CHF 20.25, zuzüglich 8 % MWST von CHF 90.40, aus der Gerichtskasse ausgerichtet.

Mitteilung an:

A____

APPELLATIONSGERICHT BASEL-STADT

Der Appellationsgerichtspräsident Die Gerichtsschreiberin

lic. iur. Christian Hoenen lic. iur. Saskia Schärer

Rechtsmittelbelehrung

Der amtliche Verteidiger kann gegen den Entscheid betreffend seine Entschädigung für das zweitinstanzliche Verfahren gemäss Art. 135 Abs. 3 lit. b der Strafprozessordnung (StPO) innert 10 Tagen seit schriftlicher Eröffnung Beschwerde beim Bundesstrafgericht (Viale Stefano Franscini 7, Postfach 2720, 6501 Bellinzona) erheben (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 6B_360/2014 vom 30. Oktober 2014).

Schlagwörter

appointed counsellegal aidfee noteexpensescopying costsright to be heardremittalVAT

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

What remuneration is due to appointed counsel for appeal BES.2016.62 after remittal?

Extrahierter Entscheid

A____ is to be paid CHF 1,110 in fees and CHF 20.25 in expenses, plus 8% VAT of CHF 90.40, from the court treasury.

Extrahierte Begründung

The detailed fee note of 25 May 2016 was accepted in substance. The claimed 5.55 hours were compensated at the customary Basel-Stadt rate of CHF 200 per hour. Expense claims for telephone/postage were allowed, while copying costs were reduced because copies are reimbursed at CHF 0.25 per page, not CHF 0.50.

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