Request for waiver of fine and procedural costs denied

SB.2013.101Obergericht21.03.2016Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A woman again requested waiver of the costs and fine imposed in connection with a prior criminal conviction. The Appellationsgericht Basel-Stadt held that her latest submission added nothing new, because her entitlement to supplemental benefits was unchanged from the last decision. The court therefore rejected the renewed waiver request, found it abusive, and ordered her to pay CHF 400 in procedural costs. The decision was issued by circulation.

Omnilex-Regeste

A renewed request for waiver of criminal procedural costs and a fine may be rejected where the applicant presents no materially changed circumstances compared with earlier, final decisions; unchanged financial circumstances do not justify reexamination. Repetitive applications without new facts may be characterized as abusive or dilatory, excluding any cost waiver and justifying the imposition of court costs (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

Appellationsgericht

des Kantons Basel-Stadt

Ausschuss

SB.2013.101

URTEIL

vom 21. März 2016

Mitwirkende

Dr. Marie-Louise Stamm, lic. iur. Eva Christ,

Dr. Claudius Gelzer und Gerichtsschreiber lic. iur. Niklaus Matt

Beteiligte

A____, geb. [...] Gesuchstellerin

[...]

Gegenstand

Erlassgesuch

betreffend Verfahrenskosten gemäss Urteil des Appellationsgerichts

vom 3. September 2014 (Tätlichkeiten und Beschimpfung)

Das Appellationsgericht (Ausschuss) zieht in Erwägung,

dass A____ (Gesuchstellerin) im Zusammenhang mit einer rechtskräftigen Verurteilung des Appellationsgerichts vom 3. September 2014 drei Gesuche um Erlass der Verfahrenskosten sowie einer Busse von je CHF 200.– gestellt hat, welche allesamt abgewiesen worden sind,

dass das Bundesgericht auf eine Beschwerde der Gesuchstellerin gegen den abweisenden Erlassentscheid des Appellationsgerichts vom 29. Juli 2015, worin dieses im Wesentlichen erwogen hatte, es habe sich mit den Argumenten der Gesuchstellerin bereits auseinandergesetzt, und sie bringe nichts Neues vor, nicht eingetreten ist,

dass die Gesuchstellerin am 10. März 2016 abermals ein Erlassgesuch gestellt und unter Hinweis auf ihre angespannte finanzielle Lage eine Ergänzungsleistungsabrechnung, gültig ab Januar 2016, eigereicht hat, wonach sie Anspruch auf CHF 1‘094.– monatlich habe,

dass der Anspruch der Gesuchstellerin auf Ergänzungsleistungen gegenüber der zuletzt eingereichten EL-Verfügung vom 22. Juli 2015 unverändert ist, und die Gesuchstellerin daher wiederum nichts Neues vorbringt, weshalb ihr Erlassgesuch unter Verweis auf die Entscheide des Appellationsgerichts vom 12. März, 29. Juli und 8. Dezember 2015 sowie den Entscheid des Bundesgerichts vom 25. August 2015 neuerlich abzuweisen ist,

dass auch dieses Erlassgesuch als mutwillig resp. trölerisch bezeichnet werden muss, weshalb sich ein Kostenverzicht nicht rechtfertigt und die Gesuchstellerin die Verfahrenskosten von CHF 400.– zu tragen hat,

dass dieser Entscheid auf dem Zirkulationsweg ergangen ist,

und erkennt:

://: Das Erlassgesuch vom 10. März 2016 betreffend Busse und Verfahrenskosten wird abgewiesen.

Die Gesuchstellerin trägt die Kosten des Verfahrens mit einer Gebühr von CHF 400.–.

Mitteilung an:

A____

Zentrales Rechnungswesen Gerichte

Justiz- und Sicherheitsdepartement, Services und Finanzdienste

APPELLATIONSGERICHT BASEL-STADT

Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber

lic. iur. Eva Christ lic. iur. Niklaus Matt

Rechtsmittelbelehrung

Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerdeschrift muss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht (1000 Lausanne 14) eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer diplomatischen oder konsularischen Vertretung der Schweiz im Ausland übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Für die Anforderungen an den Inhalt der Beschwerdeschrift wird auf Art. 42 BGG verwiesen. Über die Zulässigkeit des Rechtsmittels entscheidet das Bundesgericht.

Schlagwörter

cost waiverfineprocedural costssupplemental benefitsabusive applicationcriminal execution

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the renewed request for waiver of the fine and procedural costs should be granted.

Extrahierter Entscheid

The request was denied because the applicant submitted nothing new; her entitlement to supplemental benefits remained unchanged from the last decision.

Extrahierte Begründung

The court relied on its earlier decisions and the Federal Supreme Court's refusal to enter into the prior complaint. Since the newly filed supplemental-benefits statement did not show any relevant change, there was no basis to waive the costs or fine.

Kernrechtsfrage

Whether the applicant should be exempted from court costs in this waiver proceeding.

Extrahierter Entscheid

No cost waiver was justified; the request was considered vexatious and the applicant had to bear the procedural costs.

Extrahierte Begründung

Because the repeated application was deemed abusive/trölerisch and did not raise new circumstances, a waiver of costs was not warranted.

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