Appeal inadmissible for insufficient reasoning

U 333/04Bundesgericht01.02.2005Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

SUVA challenged a Luzern cantonal interlocutory decision refusing to suspend the appeal proceedings. The Federal Insurance Court held that the appeal was not sufficiently reasoned because it addressed mainly the substantive dispute about the applicability of Art. 38(4) ATSG, not the contested refusal to suspend the proceedings. As the requirements of Art. 108(2) OG were not met, the appeal was manifestly inadmissible and was dealt with in summary procedure. SUVA was ordered to pay court costs of CHF 500, set off against the advance payment.

Omnilex-Regeste

Art. 108 Abs. 2 OG; Art. 36a OG; admissibility of an administrative law appeal against an interlocutory refusal to suspend proceedings. An appeal must, at least in substance, make clear what the appellant seeks and on which factual and legal grounds the challenged decision is attacked; a reasoning that deals only with the merits of the main dispute, but not with the interlocutory ruling itself, is insufficient. If the appeal is manifestly inadmissible, it may be disposed of in summary procedure under Art. 36a OG. Costs may be charged to the appellant.

Gesamter Gesetzestext

Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts

Prozess
{T 0}
U 333/04

Urteil vom 1. Februar 2005
III. Kammer

Besetzung
Präsidentin Leuzinger, Bundesrichter Lustenberger und Kernen; Gerichtsschreiber Widmer

Parteien
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern, Beschwerdeführerin,

gegen

K.________, 1947, Beschwerdegegner, vertreten
durch Rechtsanwalt Stefan Galligani, Ruederstrasse 8, 5040 Schöftland

Vorinstanz
Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Luzern

(Verfügung vom 13. September 2004)

In Erwägung,
dass die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) am 20. September 2004 Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Zwischenentscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 13. September 2004 erhoben hat, mit welchem ihr Gesuch um Sistierung des Beschwerdeverfahrens abgelehnt wurde,
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss Art. 108 Abs. 2 OG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, um dem Gericht hinreichende Klarheit darüber zu verschaffen, worum es beim Rechtsstreit geht,
dass es nach der Praxis genügt, wenn dies der Verwaltungsgerichtsbeschwerde insgesamt entnommen werden kann,
dass insbesondere zumindest aus der Beschwerdebegründung ersichtlich sein muss, was die Beschwerde führende Partei verlangt und auf welche Tatsachen sie sich beruft, wobei die Begründung nicht zuzutreffen braucht, aber sachbezogen sein muss,
dass die Rechtsschrift insbesondere keine sachbezogene Begründung enthält, da den Ausführungen auch nicht sinngemäss die Gründe entnommen werden können, aus welchen die Vorinstanz nach Auffassung der SUVA das kantonale Beschwerdeverfahren hätte sistieren sollen,
dass sich die SUVA vielmehr darauf beschränkt, die Argumente vorzutragen, die aus ihrer Sicht gegen die Anwendbarkeit der Fristenstillstandsbestimmung des Art. 38 Abs. 4 ATSG auf das Beschwerdeverfahren in Unfallversicherungsstreitigkeiten vor dem kantonalen Gericht sprechen,
dass sie sich somit einzig mit den im Hauptverfahren streitigen Fragen befasst, hingegen ausser Acht lässt, dass sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Zwischenentscheid betreffend Ablehnung der Sistierung des erstinstanzlichen Beschwerdeverfahrens richtet,
dass unter diesen Umständen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht als rechtsgenüglich im Sinne von Art. 108 Abs. 2 OG gelten kann,
dass die offensichtlich unzulässige Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt wird,
erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der SUVA auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Gesundheit zugestellt.
Luzern, 1. Februar 2005

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts

Die Präsidentin der III. Kammer: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

admissibilityreasoned appealinterlocutory decisionsuspension of proceedingssummary procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the administrative law appeal was sufficiently reasoned to be admissible under Art. 108(2) OG

Extrahierter Entscheid

The appeal did not contain a sufficient case-related reasoning and could not be admitted.

Extrahierte Begründung

The appellant only argued the substantive dispute over the applicability of the statutory time-lapse rule, but did not explain why the cantonal court should have suspended the appeal proceedings; therefore the object of the interlocutory appeal was not properly addressed.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs of CHF 500 were imposed on SUVA and set off against the advance payment.

Extrahierte Begründung

As the appeal was manifestly inadmissible, costs were charged to the appellant in summary procedure.

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