Non-entry on inadequate administrative appeal; legal aid denied

K 60/04Bundesgericht / II. sozialrechtliche Abteilung08.02.2005Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

B.________ filed a federal administrative complaint against a non-entry decision of the Zurich Social Insurance Court. After the Federal Insurance Court had explained the formal requirements, she filed another submission, but both writings lacked any sufficiently case-related reasoning showing which factual findings were wrong or what evidence supported her position. The court therefore did not enter into the complaint. It waived court costs and denied free legal aid, including appointed counsel, because the appeal had no prospects of success.

Omnilex-Regeste

Art. 108 Abs. 2 OG; requirements of a legally sufficient administrative complaint and consequences of non-compliance. A Verwaltungsgerichtsbeschwerde must, at least when read as a whole, contain requests and a sachbezogene reasoning identifying the contested findings and the supporting evidence; merely abstract or unspecific allegations do not suffice. If the submission is manifestly inadmissible, the court may dispose of it under Art. 36a OG. Where the appeal was hopeless from the outset, free legal assistance with appointed counsel is excluded under Art. 152 in conjunction with Art. 135 OG; a waiver of costs renders a request limited to cost exemption moot.

Gesamter Gesetzestext

Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts

Prozess
{T 0}
K 60/04

Urteil vom 8. Februar 2005
IV. Kammer

Besetzung
Präsident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Ursprung; Gerichtsschreiber Attinger

Parteien
B.________, 1951, Beschwerdeführerin,

gegen

CSS Kranken-Versicherung AG, Rösslimattstrasse 40, 6005 Luzern, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur

(Beschluss vom 31. März 2004)

In Erwägung,
dass B.________ am 29. April 2004 (Datum der Aufgabe bei der Post) u.a. Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 31. März 2004 erhoben hat,
dass das Eidgenössische Versicherungsgericht B.________ mit Schreiben vom 30. April 2004 die formellen Voraussetzungen erläuterte, denen eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu genügen hat, und sie darauf aufmerksam machte, dass eine gültige Verwaltungsgerichtsbeschwerde innerhalb der Beschwerdefrist zu erheben ist,
dass B.________ in der Folge am 9. Mai 2004 (Datum der Aufgabe bei der Post) eine weitere Eingabe ins Recht legte,
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss Art. 108 Abs. 2 OG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, um dem Gericht hinreichende Klarheit darüber zu verschaffen, worum es beim Rechtsstreit geht,
dass es nach der Praxis genügt, wenn dies der Verwaltungsgerichtsbeschwerde insgesamt entnommen werden kann,
dass insbesondere zumindest aus der Beschwerdebegründung ersichtlich sein muss, was die Beschwerde führende Partei verlangt und auf welche Tatsachen sie sich beruft, wobei die Begründung nicht zuzutreffen braucht, aber sachbezogen sein muss,
dass die Rechtsschriften vom 29. April 2004 und 9. Mai 2004 insbesondere keine sachbezogene Begründung enthalten, da den Ausführungen auch nicht sinngemäss entnommen werden kann, welche tatbeständlichen Annahmen der Vorinstanz nach Auffassung der Beschwerdeführerin unrichtig sind und auf welche Unterlagen sie sich beruft,
dass unter diesen Umständen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht als rechtsgenüglich im Sinne von Art. 108 Abs. 2 OG und BGE 123 V 335 gelten kann,
dass die offensichtlich unzulässige Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt wird,
dass es sich hier rechtfertigt, keine Gerichtskosten zu erheben, womit sich das Begehren um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Gerichtskosten als gegenstandslos erweist,
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde von vornherein keine Aussicht auf Erfolg hatte, weshalb eine unentgeltliche Verbeiständung ausser Betracht fällt (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG; BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen),

erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zugestellt.

Luzern, 8. Februar 2005

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der IV. Kammer: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

admissibilityreasoned appealnon-entrylegal aidcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the administrative complaint met the formal admissibility requirements of Art. 108(2) OG

Extrahierter Entscheid

The complaint did not contain a sufficiently case-related statement of requests, grounds, and evidence and was therefore not legally adequate.

Extrahierte Begründung

The submissions of 29 April and 9 May 2004 did not allow the court to discern which factual findings were contested or which evidence supported the challenge; the appeal was thus manifestly inadmissible.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed.

Extrahierte Begründung

Given the manner in which the matter was handled, the court waived the charging of judicial costs.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal aid in the form of appointed counsel

Extrahierter Entscheid

The request for free legal assistance was denied.

Extrahierte Begründung

Because the appeal had no prospect of success from the outset, appointed counsel was not available under Art. 152 in conjunction with Art. 135 OG.

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