Non-entry for failure to pay cost advance in health insurance appeal

K 119/06Bundesgericht / II. sozialrechtliche Abteilung26.02.2007Inadmissible

Zusammenfassung

P.________ filed an administrative law appeal in a health insurance matter against a decision of the Insurance Court of the Canton of St. Gallen. The Federal Court had previously denied legal aid and ordered a CHF 500 cost advance, warning that it would otherwise not hear the appeal. The advance was not paid within the deadline, even accounting for the statutory stay of time limits. The Federal Court therefore declined to enter into the appeal and, in line with its practice, imposed no court costs.

Regest

Art. 150 Abs. 4 OG; non-payment of the ordered cost advance after due warning leads to non-entry into the appeal. If the appellant fails to pay the advance within the set time, taking into account the statutory stay of time limits, the court must not examine the merits. In such non-entry decisions, notwithstanding the fee-bearing nature of the proceedings in principle, court costs are not levied according to settled practice (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0}
K 119/06

Urteil vom 26. Februar 2007
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Widmer, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Schön, Frésard,
Gerichtsschreiber Lanz.

Parteien
P.________, 1933, Beschwerdeführer,

gegen

Visana, Weltpoststrasse 19, 3015 Bern, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 3. Juli 2006.

In Erwägung,
dass P.________ am 14. September 2006 Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Juli 2006 erhoben hat,
dass sich das Verfahren noch nach den Bestimmungen des bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943 (OG) richtet (Art. 132 Abs. 1 des am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [BGG]),
dass das Verfahren kostenpflichtig ist (Art. 134 OG e contrario),
dass mit Entscheid vom 16. November 2006 ein Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen und P.________ aufgefordert worden ist, innert 14 Tagen nach Erhalt des Entscheides einen Kostenvorschuss von Fr. 500.- zu bezahlen, ansonsten auf die Rechtsvorkehr nicht eingetreten werde,
dass der Entscheid vom 16. November 2006 P.________ am 13. Dezember 2006 ausgehändigt worden ist,
dass P.________ den verlangten Kostenvorschuss innert der gesetzten Frist (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes gemäss Art. 34 Abs. 1 OG) nicht geleistet hat,
dass androhungsgemäss nach Art. 150 Abs. 4 OG zu verfahren ist,
dass sich unter den gegebenen Umständen die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgeworfene Frage einer Vereinigung dieses Verfahrens mit dem Verfahren K 118/06 nicht mehr stellt,
dass - obwohl das Verfahren an sich kostenpflichtig ist - praxisgemäss bei Nichteintretensentscheiden zufolge unterbliebener oder verspäteter Leistung des Vorschusses keine Gerichtskosten erhoben werden,

erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Gesundheit zugestellt.
Luzern, 26. Februar 2007

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

health insurancecost advancelegal aidnon-entrytime limit staycourt costs