No reimbursement for planned dental treatment abroad

K 118/04Bundesgericht / II. sozialrechtliche Abteilung27.01.2005Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

S.________ sought reimbursement from Helsana for dental treatments performed in Germany in 1994 and 1996. Helsana denied coverage, and the Aargau Insurance Court upheld that denial. On federal appeal, the court confirmed that the insured had traveled abroad specifically for the treatments, so there was no emergency under the applicable foreign-treatment rules and no special medical reason justifying treatment abroad. The administrative court complaint was therefore dismissed as manifestly unfounded. No court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 34 Abs. 1 und 2 KVG; Art. 36 KVV; Art. 20 Abs. 1 Verordnung III zum aKUVG; foreign treatment costs in mandatory health insurance: reimbursement is excluded where the insured person travels abroad specifically for treatment. An emergency within the meaning of Art. 36 Abs. 2 KVV requires that, during a stay abroad, medical treatment becomes necessary and return to Switzerland is not appropriate; it is not satisfied by a premeditated trip abroad for the purpose of receiving care. In addition, reimbursement may only be granted if a special medical reason for treatment abroad is established. Where these conditions are absent, denial of coverage is to be confirmed (consid. 1-2).

Gesamter Gesetzestext

Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts

Prozess
{T 0}
K 118/04

Urteil vom 27. Januar 2005
IV. Kammer

Besetzung
Präsident Ferrari, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Ursprung; Gerichtsschreiberin Kopp Käch

Parteien
S.________, 1950, Schlüsselgasse 10, 5330 Zurzach, Beschwerdeführer,

gegen

Helsana Versicherungen AG, Birmensdorferstrasse 94, 8003 Zürich, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz
Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau

(Entscheid vom 17. August 2004)

Sachverhalt:
Mit Verfügung vom 16. Januar 2004 verneinte die Helsana Versicherungen AG (nachfolgend Helsana) einen Anspruch des 1950 geborenen S.________ auf Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung für die am 5. und 16. Dezember 1994 sowie am 5. und 30. Juli 1996 in Deutschland durchgeführten Zahnbehandlungen. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 24. Februar 2004 fest.

Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 17. August 2004 ab.

Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt S.________ sinngemäss wiederum, die Helsana habe die Kosten der in Deutschland durchgeführten Zahnbehandlungen zu übernehmen.

Die Helsana schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt für Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Die Vorinstanz hat zunächst zutreffend ausgeführt, dass für die vorliegend streitige Frage der Kostenübernahme der in den Jahren 1994 und 1996 durchgeführten Behandlungen in materiellrechtlicher Hinsicht die Bestimmungen des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 nicht anwendbar sind. Richtig dargelegt hat sie sodann die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen über die Übernahme der Kosten von im Ausland erbrachten Leistungen aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Art. 34 Abs. 1 und 2 KVG sowie Art. 36 KVV für die Behandlungen im Jahr 1996; Art. 20 Abs. 1 der Verordnung III zum aKUVG für die Behandlungen im Jahre 1994). Darauf kann verwiesen werden. Zutreffend ist insbesondere, dass ein Notfall vorliegt, wenn Versicherte bei einem Auslandaufenthalt einer medizinischen Behandlung bedürfen und eine Rückreise in die Schweiz nicht angemessen ist, nicht aber, wenn sich Versicherte zum Zwecke dieser Behandlung ins Ausland begeben (Art. 36 Abs. 2 KVV).
2.
Das kantonale Gericht hat mit schlüssiger Begründung dargelegt, dass sich der Beschwerdeführer eigens für die zahnärztlichen Behandlungen ins Ausland begeben hatte und somit kein Notfall im oben umschriebenen Sinne gegeben war. Mit ebenfalls zutreffender Erwägung hat es sodann das Vorliegen eines besonderen medizinischen Grundes für eine Behandlung im Ausland verneint. Den sorgfältigen und überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen. Daran vermögen die im Wesentlichen bereits im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einwände in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern.
3.
Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt.

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zugestellt.
Luzern, 27. Januar 2005
Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der IV. Kammer: Die Gerichtsschreiberin:

Schlagwörter

health insuranceforeign treatmentdental treatmentemergency treatmentmedical necessityreimbursementsummary procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether mandatory health insurance must cover dental treatment performed abroad in Germany.

Extrahierter Entscheid

No reimbursement was owed because the treatments were not covered foreign emergency treatment and no special medical reason for treatment abroad was shown.

Extrahierte Begründung

The insured traveled abroad specifically to obtain dental treatment, so there was no emergency within the meaning of the applicable rules. A special medical reason for treatment abroad was also absent.

Kernrechtsfrage

Whether the refusal to cover the treatment costs should be overturned on appeal.

Extrahierter Entscheid

The appeal was dismissed as manifestly unfounded in summary proceedings.

Extrahierte Begründung

The Federal Court agreed with the cantonal court's reasoning and found the objections in the appeal incapable of changing the result.

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