Invalidity degree of 13% insufficient for disability pension

I 718/06Bundesgericht16.04.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court dismissed the insured person’s administrative law appeal against the denial of a disability pension. It held that the cantonal court had correctly accepted an invalidity degree of 13%, which is below the threshold for a pension. The appellant’s medical submissions did not cast doubt on the lower court’s assessment, and later medical certificates could not be taken into account because only the legally relevant facts up to the cantonal decision matter. The appeal was manifestly unfounded and was decided under the simplified procedure. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 28 Abs. 1 IVG; Art. 7, 8 und 16 ATSG; eingeschränkte bundesgerichtliche Kognition nach Art. 132 Abs. 2 OG i.V.m. Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG: Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt einen rentenbegründenden Invaliditätsgrad voraus. Hält die Vorinstanz den von der IV-Stelle festgesetzten Invaliditätsgrad nach sorgfältiger Würdigung der medizinischen Akten für korrekt, greift das Bundesgericht nur ein, wenn die Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig, unvollständig oder verfahrensfehlerhaft oder die Rechtsanwendung bundesrechtswidrig ist. Nachträglich eingereichte ärztliche Berichte bleiben unbeachtlich, wenn sie nach dem massgebenden Entscheidzeitpunkt datieren. Offensichtlich unbegründete Beschwerden sind im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG zu erledigen.

Gesamter Gesetzestext

{T 7}
I 718/06

Urteil vom 16. April 2007
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Bundesrichter Schön,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
X.________, 1955, Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Nidwalden, Stansstaderstrasse 54, 6371 Stans, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Nidwalden vom 23. Januar 2006.

Sachverhalt:
Mit Verfügung vom 28. Juni 2004 wies die IV-Stelle Nidwalden ein Leistungsbegehren des 1955 geborenen X.________ ab, weil der Invaliditätsgrad nur 13 % betrage und damit kein rentenbegründendes Mass erreiche. Diese Verfügung bestätigte die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2004.

Eine dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden abgewiesen (Entscheid vom 23. Januar 2006; Versand am 4. August 2006).

X.________ führt am 28. August 2006 Verwaltungsgerichtsbeschwerde, indem er sein Begehren um Zusprechung einer IV-Rente dem Sinne nach erneuert. Der Beschwerde sind Zeugnisse der Dres. med. O.________ und W.________ (Rehabilitationsklinik Y.________) vom 19. Dezember 2002, der Physiotherapie A.________ vom 13. März 2003 und des Dr. med. M.________ vom 1. Juni 2005, 22. März 2006 sowie 4. Juli 2006 beigelegt.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Mit diesem Gesetz ist die bisherige organisatorische Selbstständigkeit des Eidgenössischen Versicherungsgerichts aufgehoben und dieses mit dem Bundesgericht fusioniert worden (Seiler, in: Seiler/von Werdt/ Güngerich, Kommentar zum BGG Art. 1 N 4 und Art. 132 N 15). Das vorliegende Urteil wird daher durch das Bundesgericht gefällt. Weil der angefochtene Entscheid jedoch vor dem 1. Januar 2007 ergangen ist, richtet sich das Verfahren noch nach dem bis zum 31. Dezember 2006 in Kraft gewesenen Bundesgesetz vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) (Art. 131 Abs. 1 und 132 Abs. 1 BGG; BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
1.2 Der angefochtene Entscheid betrifft Leistungen der Invalidenversicherung. Das Gericht prüft daher nur, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzte, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde (Art. 132 Abs. 2 OG [in der Fassung gemäss Ziff. III des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Änderung des IVG, in Kraft seit 1. Juli 2006] in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
2.
Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid unter Hinweis auf Gesetz (Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2004 geltenden und hier anwendbaren Fassung; Art. 7, Art. 8 sowie Art. 16 ATSG) und Rechtsprechung (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261 mit Verweisungen) dargelegt, dass sich der von der Invalidenversicherung ermittelte Invaliditätsgrad von 13 % als korrekt erweise. Dagegen bringt der Versicherte in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts vor, was die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts als mangelhaft im Sinne des Art. 105 Abs. 2 OG oder die rechtliche Würdigung als bundesrechtswidrig erscheinen liesse (vgl. E. 1.2 hievor). Auch die vom Beschwerdeführer erwähnten Arztberichte und die letztinstanzlich aufgelegten Zeugnisse vermögen die sorgfältige Würdigung der medizinischen Akten durch die Vorinstanz nicht in Zweifel zu ziehen, zumal die ärztlichen Zeugnisse des Dr. M.________ vom 1. Juni 2005, 22. März 2006 sowie 4. Juli 2006 schon aus zeitlichen Gründen nicht berücksichtigt werden können (vgl. zum zeitlich massgebenden Sachverhalt: BGE 131 V 133 E. 1 S. 136, 130 V 445 E. 1.2 und 1.2.1 S. 446, je mit Hinweisen). Es muss daher beim angefochtenen Gerichtsentscheid sein Bewenden haben, welchem das Bundesgericht nichts beizufügen hat.

3.
Die offensichtlich unbegründete Verwaltungsgerichtsbeschwerde (Art. 36a Abs. 1 lit. b OG) wird im vereinfachten Verfahren, insbesondere mit summarischer Begründung (Art. 36a Abs. 3 erster Satz OG), erledigt.
4.
Der unterliegende Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten zu tragen (Art. 134 Satz 2 OG in der seit 1. Juli 2006 gültigen Fassung; Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet,
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Abteilung Versicherungsgericht, der Ausgleichskasse Nidwalden und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 16. April 2007
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
i.V.

Schlagwörter

disability insuranceinvalidity degreepension entitlementmedical evidencesummary procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the assessed invalidity degree of 13% entitled the appellant to a disability pension.

Extrahierter Entscheid

The cantonal court correctly found the invalidity degree to be 13%; the appellant showed no error in fact-finding or law, so no pension entitlement exists.

Extrahierte Begründung

The medical records did not undermine the prior assessment. Later medical certificates could not be considered because only the facts existing up to the cantonal judgment are relevant. Nothing indicated an unlawful assessment under the limited federal review standard.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be decided in the simplified procedure.

Extrahierter Entscheid

The appeal was manifestly unfounded and was therefore decided summarily.

Extrahierte Begründung

Given the absence of any arguable legal or factual error, the case was suitable for simplified treatment with summary reasoning.

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