Household compensation denied after divorce

I 551/00Bundesgericht19.10.2001Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The insured appellant sought to keep receiving household compensation after his divorce, arguing that he had already set up his own household and that his children often stayed with him. The IV office had reduced his training daily allowance by switching from household compensation to the single-person rate. The Bern Administrative Court rejected his complaint, and the Federal Insurance Court dismissed the further appeal as manifestly unfounded in simplified procedure. It held that the statutory conditions for household compensation were no longer met and that neither the factual circumstances invoked nor Art. 23bis IVG supported a continued one-year entitlement.

Omnilex-Regeste

Art. 23bis IVG; entitlement to household compensation after loss of the statutory conditions; the provision does not confer a residual one-year entitlement once the conditions cease to exist. By analogy to the principles developed under the EO, the decisive factor is whether the legal prerequisites for the household allowance are still fulfilled; private household arrangements already existing before divorce and occasional stays of children do not preserve entitlement (consid. 1). Manifestly unfounded appeals may be decided in simplified procedure under Art. 36a OG (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

[AZA 0]
I 551/00 Ge

IV. Kammer

Präsident Borella, Bundesrichter Rüedi und Kernen;
Gerichtsschreiber Condrau

Urteil vom 19. Oktober 2001

in Sachen
B.________, Beschwerdeführer,

gegen
IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern, Beschwerdegegnerin,

und
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Bern

Nachdem die Ehe des 1952 geborenen B.________ am 27. Oktober 1999 geschieden worden ist und seine beiden Kinder unter der Obhut der Mutter leben, setzte die IV-Stelle Bern mit Verfügung vom 17. November 1999 das ihm während der Umschulung ab 1. August 1999 zugesprochene Taggeld rückwirkend ab 28. Oktober 1999 von Fr. 195.- auf Fr. 166. 80 herab (Ablösung der Haushaltungsentschädigung durch eine Entschädigung für Alleinstehende).
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern am 23. August 2000 ab.

Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt B.________, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine Haushaltungsentschädigung zuzusprechen. Die IV-Stelle verweist auf die Stellungnahme der Ausgleichskasse "Versicherung", welche Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt. Das Bundesamt für Sozialversicherung lässt sich nicht vernehmen.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1.- Im vorinstanzlichen Entscheid werden die gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Haushaltungsentschädigung (Art. 23bis IVG) eingehend dargelegt.
Mit zutreffender Begründung und in analoger Anwendung der Grundsätze des Bundesgesetzes über die Erwerbsersatzordnung (EOG) und der hiezu entwickelten Rechtsprechung hat die Vorinstanz zu Recht den Anspruch auf eine Haushaltungsentschädigung verneint.
Was der Beschwerdeführer in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorbringt, vermag an den Feststellungen der Vorinstanz nichts zu ändern. Namentlich ist unerheblich, dass er seinen eigenen Haushalt bereits vor der Scheidung gegründet hatte, und dass die Kinder sich oft bei ihm aufhalten.
Auch lässt sich entgegen seiner Auffassung dem Wortlaut des Art. 23bis Abs. 2 IVG nicht entnehmen, dass ein Versicherter bei Wegfallen der Voraussetzungen des Art. 23bis IVG während eines Jahres Anspruch auf eine Haushaltungsentschädigung hat.

2.- Da sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als offensichtlich unbegründet erweist, wird sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG erledigt.
Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, der Ausgleichskasse des Kantons Bern und

dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.
Luzern, 19. Oktober 2001

Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der IV. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

social insurancedaily allowancehousehold compensationdivorcesingle-person ratesimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appellant remained entitled to household compensation under Art. 23bis IVG after divorce.

Extrahierter Entscheid

No. The conditions for household compensation were no longer met, and the analogy to EO principles supported denial.

Extrahierte Begründung

The court accepted the cantonal court's reasoning and held that the fact that the appellant had already established his own household before the divorce and that the children often stayed with him did not alter the legal assessment. The wording of Art. 23bis IVG did not provide for a one-year continued entitlement after the conditions ceased.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal should be handled in simplified procedure as manifestly unfounded.

Extrahierter Entscheid

Yes. The appeal was manifestly unfounded and could be decided under simplified procedure.

Extrahierte Begründung

The court considered the arguments unable to change the findings of the lower court, so simplified treatment was justified under Art. 36a OG.

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