Revision of disability pension after psychiatric improvement

I 535/04Bundesgericht31.01.2005Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The insured person challenged the cantonal judgment confirming the IV office’s revocation of her whole disability pension. She argued that the psychiatric expert was biased, that reconsideration was unlawful, and that her pension should continue; alternatively she sought another psychiatric report and free legal assistance. The Federal Insurance Court upheld the lower court, finding no disqualifying bias, no basis for reconsideration because the original award was not clearly wrong, and a sufficiently documented improvement in psychiatric health justifying revision. Further medical evidence was unnecessary. The appeal was dismissed as manifestly unfounded, no court costs were charged, and free legal assistance was refused.

Omnilex-Regeste

Art. 17 ATSG; Art. 53 Abs. 2 ATSG; revision of an invalidity pension and requirements for reconsideration: a pension may be revised where the medically established health condition has materially improved so that the entitlement ceases; an earlier award is amenable to reconsideration only if it was manifestly incorrect, which is not the case where the medical situation was then disputed and different expert opinions existed. A challenge to the impartiality of a medical expert fails absent concrete grounds indicating bias; where the medical file is polydisciplinarily and sufficiently clarified, further expert evidence may be rejected as unnecessary. In manifestly unfounded appeals, the court may decide under Art. 36a OG and deny free legal aid for lack of prospects of success.

Gesamter Gesetzestext

Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts

Prozess
{T 0}
I 535/04

Urteil vom 31. Januar 2005
III. Kammer

Besetzung
Präsidentin Leuzinger, Bundesrichter Rüedi und Kernen; Gerichtsschreiber Hadorn

Parteien
E.________, 1948, Beschwerdeführerin, vertreten
durch Advokat Andreas Mayer, Bahnhofstrasse 1, 4133 Pratteln,

gegen

IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Liestal

(Entscheid vom 21. Juli 2004)

Sachverhalt:
Mit Verfügung vom 19. Dezember 2003 hob die IV-Stelle Basel-Landschaft die der 1948 geborenen E.________ bisher ausgerichtete ganze Invalidenrente auf Ende Januar 2004 auf. Diese Verfügung bestätigte die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 16. Februar 2004.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft mit Entscheid vom 21. Juli 2004 ab.
E.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen und beantragen, es sei ihr weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventuell sei die Sache zur Einholung eines psychiatrischen Gutachtens an die IV-Stelle zurückzuweisen. Ausserdem lässt E.________ um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung ersuchen.
Die IV-Stelle und das Bundesamt für Sozialversicherung verzichten auf eine Vernehmlassung.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Kantonsgericht hat die gesetzlichen Vorschriften zum Begriff der Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG; Art. 7 ATSG), zum Rentenanspruch in der Invalidenversicherung (Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis IVG in der bis Ende 2003 gültig gewesenen Fassung), zur Revision (Art. 17 ATSG) und zur Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) sowie die Rechtsprechung zur Bedeutung ärztlicher Auskünfte im Rahmen der Invaliditätsbemessung (BGE 115 V 134 Erw. 2), zur beweismässigen Würdigung dieser Auskünfte (BGE 125 V 352 Erw. 3a), zum Ausstand medizinischer Sachverständiger (BGE 120 V 357) sowie zur Wiedererwägung (BGE 115 V 314) richtig dargelegt . Darauf wird verwiesen.
2.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, sei befangen, weshalb auf sein Gutachten vom 12. Dezember 2003 nicht abgestellt werden könne. Diesen Einwand hat bereits die Vorinstanz mit einlässlicher Begründung verworfen. Auf die zutreffenden diesbezüglichen Erwägungen im kantonalen Entscheid wird verwiesen.
3.
Die Vorinstanz hat sodann richtig erkannt, dass die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung nicht erfüllt sind. Angesichts der damaligen, unterschiedlichen Meinungsäusserungen der involvierten Ärzte lässt sich in der Tat nicht sagen, dass die ursprüngliche Rentenzusprechung zweifellos unrichtig gewesen sei.
4.
Zu prüfen bleibt, ob die Voraussetzungen für eine revisionsweise Aufhebung der Rente erfüllt sind. Gestützt auf das schlüssige Gutachten von Dr. B.________ vom 12. Dezember 2003 hat das kantonale Gericht zu Recht erkannt, dass sich der psychische Gesundheitszustand der Versicherten im massgebenden Zeitraum derart verbessert hat, dass kein Rentenanspruch mehr besteht. Es kann auf die sorgfältigen und einlässlichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, welchen das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen hat. Daran vermögen die Einwendungen der Beschwerdeführerin, namentlich bezüglich der Schlüssigkeit des Gutachtens von Dr. B.________, nichts zu ändern. Die Schlussfolgerungen dieses Arztes stimmen mit denjenigen von Dr. med. S.________, Innere Medizin, speziell Rheumatologie FMH, Manuelle Medizin (SAMM), (Gutachten vom 13. August 2003), und Frau Dr. med. Z.________, Allgemeine Medizin FMH, Gemeinschaftspraxis X.________, (Bericht vom 22. März 2003) überein. Da der Gesundheitszustand polydisziplinär und rechtsgenüglich abgeklärt ist, erübrigen sich weitere medizinische Abklärungen.
5.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist offensichtlich unbegründet und wird im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt. Die unentgeltliche Verbeiständung kann wegen Aussichtslosigkeit (dazu BGE 129 I 135 Erw. 2.3.1) nicht gewährt werden.

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, der Ausgleichskasse Basel-Landschaft und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.
Luzern, 31. Januar 2005

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts

Die Präsidentin der III. Kammer: Der Gerichtsschreiber:

i.V.

Schlagwörter

invalidity pensionrevisionreconsiderationmedical expertbiaspsychiatric improvementfree legal assistancesummary procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the psychiatric expert Dr. med. B.________ was biased and his report unusable

Extrahierter Entscheid

The bias objection was rejected; the report could be relied upon.

Extrahierte Begründung

The court referred to the cantonal court's detailed reasoning and found no reason to depart from it.

Kernrechtsfrage

Whether the original grant of the whole disability pension could be reconsidered by revision or reconsideration

Extrahierter Entscheid

The prerequisites for reconsideration were not met because the original pension award was not manifestly incorrect.

Extrahierte Begründung

Given the differing medical opinions at the time, the initial award could not be said to have been clearly wrong.

Kernrechtsfrage

Whether the disability pension had to remain in force despite the later medical findings

Extrahierter Entscheid

The pension was properly revoked by revision because the insured person's psychiatric condition had improved materially during the relevant period and no longer justified a pension.

Extrahierte Begründung

The psychiatric expert report of 12 December 2003 was convincing and consistent with other medical opinions; the health situation had been sufficiently assessed and no further examinations were necessary.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal assistance

Extrahierter Entscheid

Free legal assistance was denied because the appeal had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

The appeal was manifestly unfounded under the summary procedure.

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