Disability pension denied for lack of insurance coverage

I 420/01Bundesgericht15.11.2001Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The claimant sought a Swiss disability pension but was refused because he was no longer insured when the pension entitlement could have arisen. The Federal Insurance Court held that the relevant waiting-period date was 14 May 1997, so any pension would have started only on 14 May 1998. By then, he had left Switzerland long before and did not meet the insurance requirements either under Swiss law or under the Swiss-Yugoslav social security agreement, since he was already drawing a Yugoslav disability pension and had no qualifying contribution periods there. The complaint was dismissed as manifestly unfounded, and no court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 1, 2 et 8 let. b de l'accord de sécurité sociale Suisse–Yougoslavie; art. 1, 4, 6, 28 et 29 LAI; conditions d'assurance du droit à la rente d'invalidité: le droit à la rente ne naît qu'à l'expiration du délai d'attente, et la qualité d'assuré doit exister à ce moment-là. Pour les ressortissants de l'ex-Yougoslavie, l'assujettissement au sens du traité suppose l'appartenance à l'assurance yougoslave selon les critères jurisprudentiels; la perception d'une rente d'invalidité yougoslave peut exclure cette qualité lorsque, depuis lors, aucune période de cotisation ou assimilée n'existe plus. Une décision étrangère d'invalidité ne préjuge pas l'examen selon le droit suisse. Une cause manifestement mal fondée peut être jugée selon l'art. 36a OJ.

Gesamter Gesetzestext

[AZA 0]
I 420/01 Gr

II. Kammer

Präsident Lustenberger, Bundesrichter Rüedi und Meyer;
Gerichtsschreiber Jancar

Urteil vom 15. November 2001

in Sachen
R.________, 1952, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Slobodan Divnic, ul. Vojvode Stepe br. 3, YU-22320 Indjija,

gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland, Avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf, Beschwerdegegnerin,

und
Eidgenössische Rekurskommission der AHV/IV für die im Ausland wohnenden Personen, Lausanne

Mit Verfügung vom 19. Juni 2000 verneinte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland den Anspruch des 1952 geborenen R.________ auf eine Invalidenrente.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies die Eidgenössische Rekurskommission der AHV/IV für die im Ausland wohnenden Personen mit Entscheid vom 9. April 2001 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt R.________ die Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz.
Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, während das Bundesamt für Sozialversicherung auf Vernehmlassung verzichtet.
Mit Schreiben vom 24. September 2001 wurde der Vertreter des R.________ aufgefordert, innert 14 Tagen ein Zustelldomizil in der Schweiz zu verzeigen, verbunden mit der Androhung, dass Zustellungen unterbleiben oder auf dem Ediktalweg erfolgen können, falls dieser Auflage nicht Folge geleistet wird (Art. 29 Abs. 4 OG). Mit Schreiben vom 12. Oktober 2001 teilte er dem Gericht mit, dass keine Möglichkeit bestehe, in der Schweiz ein Zustelldomizil anzugeben.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1.- a) Die Vorinstanz hat die für die Angehörigen der heutigen Bundesrepublik Jugoslawien weiterhin anwendbaren (BGE 126 V 203 Erw. 2b, 119 V 101 Erw. 3) Staatsvertragsbestimmungen über die Versicherteneigenschaft als Voraussetzung für den Leistungsanspruch gegenüber der Invalidenversicherung (Art. 1, 2 und 8 lit. b des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung vom 8. Juni 1962), die Voraussetzungen, unter denen ein jugoslawischer Staatsangehöriger nach der Rechtsprechung (ZAK 1989 S. 449 Erw. 3a; 1987 S. 443 Erw. 2c; nicht veröffentlichtes Urteil B. vom 3. April 1998, I 516/97) als der jugoslawischen Versicherung angehörend und damit als versichert im Sinne von Art. 8 lit. b des Staatsvertrages gilt, sowie den Grundsatz, dass die Gewährung einer jugoslawischen Invalidenrente die invalidenversicherungsrechtliche Beurteilung nach schweizerischem Recht nicht präjudiziert (ZAK 1989 S. 320 Erw. 2), zutreffend dargelegt. Richtig wiedergegeben hat die Vorinstanz auch die Bestimmungen und Grundsätze über den in zeitlicher Hinsicht massgebenden Sachverhalt (BGE 121 V 366 Erw. 1b), die versicherten Personen (Art. 1 IVG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 lit. a und b AHVG), den Invaliditätsbegriff (Art. 4 Abs. 1 IVG), die versicherungsmässigen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs (Art. 6 Abs. 1 IVG in der vorliegend anwendbaren, bis 31. Dezember 2000 gültig gewesenen Fassung), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1ter IVG; BGE 121 V 269 Erw. 5; AHI 1998 S. 124), die Invaliditätsbemessung bei Erwerbstätigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b) und den Beginn des Rentenanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG; BGE 121 V 272 Erw. 6, 119 V 102 Erw. 4a, 111 V 22 Erw. 2b; vgl. auch Art. 29 IVV).
Darauf wird verwiesen.

b) Die Vorinstanz hat aufgrund der medizinischen Unterlagen einlässlich und zutreffend dargelegt, dass sich der Rentenbeginn nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG (langdauernde Krankheit) richtet und dass die für die Eröffnung der Wartezeit erhebliche Arbeitsunfähigkeit am 14. Mai 1997 eintrat. Ein eventueller Rentenanspruch wäre somit frühestens am 14. Mai 1998 entstanden. Der Versicherte war damals nach innerstaatlichem Recht nicht mehr versichert, da er die Schweiz bereits im März 1981 verlassen hatte. Ebensowenig war er am 14. Mai 1998 auf Grund des schweizerischjugoslawischen Sozialversicherungsabkommens versichert, da er seit 14. Mai 1997 eine Invalidenrente der jugoslawischen Versicherung bezieht (ZAK 1989 S. 449 Erw. 3a mit Hinweis) und seither in seiner Heimat keine Beitragszeiten oder diesen gleichgestellte Zeiten aufweist. Die vorinstanzlich bestätigte Ablehnung des Rentengesuchs ist somit rechtens.
In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden keine Einwendungen vorgebracht, die zu einer anderen Beurteilung führen könnten.

2.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt.
Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Beschwerdeführer auf dem Ediktalweg, der Eidgenössischen Rekurskommission der AHV/IV für die im Ausland wohnenden Personen,

der Schweizerischen Ausgleichskasse und dem Bundesamt
für Sozialversicherung zugestellt. Das für den Beschwerdeführer
bestimmte Exemplar wird einstweilen zu
den Akten gelegt.
Luzern, 15. November 2001
Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der II. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

disability pensioninsurance coveragebilateral social security agreementwaiting periodforeign pensionservice addresssummary proceduremanifestly unfounded

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the claimant met the insurance and treaty conditions for a Swiss disability pension

Extrahierter Entscheid

He did not satisfy the insurance coverage requirements under domestic law or under the Swiss-Yugoslav social security agreement at the relevant date.

Extrahierte Begründung

The decisive waiting-period date was 14 May 1997, so any pension would have started only from 14 May 1998. By then, the claimant had left Switzerland in 1981 and was no longer insured under Swiss law. He also did not qualify under the bilateral treaty because he had received a Yugoslav disability pension since 14 May 1997 and had no contribution periods or equivalent periods thereafter in Yugoslavia.

Kernrechtsfrage

Whether the administrative judicial complaint should be decided under the summary procedure for manifestly unfounded cases

Extrahierter Entscheid

Yes; the complaint was manifestly unfounded and was decided under Art. 36a OG.

Extrahierte Begründung

The written submissions raised no arguments capable of changing the lower court's assessment.

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