Disability pension denial and no further medical examination

I 36/07Bundesgericht16.03.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court dismissed the insured person’s administrative appeal against the refusal of a disability pension. It held that the cantonal court had correctly found no relevant work incapacity from the HIV infection and that drug addiction alone does not establish invalidity unless linked to a qualifying health disorder. The Court also refused to order a new medical expert examination, considering the file sufficiently clarified and further inquiries unlikely to add anything. The appeal was dealt with as manifestly unfounded under the simplified procedure, and costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 132 OG in conjunction with Art. 104 lit. a and b and Art. 105 Abs. 2 OG; disability pension, scope of review and evidentiary assessment in social insurance proceedings: In disputes concerning invalidity insurance benefits, the Federal Court reviews cantonal findings of fact only for manifest error or incompleteness and does not freely reassess medical evidence. Drug addiction, by itself, does not constitute invalidity; a pension claim requires a legally relevant health impairment causing work incapacity. A further expert assessment may be refused if the existing file permits a reliable determination and no new decisive findings are to be expected (consid. 2-4).

Gesamter Gesetzestext

{T 7}
I 36/07

Urteil vom 16. März 2007
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Seiler,
Gerichtsschreiber R. Widmer.

Parteien
B.________, 1963, Beschwerdeführer, vertreten durch Herr Martin H. Epper, Poststrasse 38, 9478 Azmoos,

gegen

IV-Stelle des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5001 Aarau, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 31. Oktober 2006.

In Erwägung,
dass die IV-Stelle des Kantons Aargau, welche bereits am 3. März 2003 ein Invalidenrentengesuch des 1963 geborenen B.________ abschlägig beschieden hatte, mit Verfügung vom 22. November 2005 das Gesuch des Versicherten um Gewährung einer Invalidenrente wiederum abgelehnt und daran mit Einspracheentscheid vom 18. Juli 2006 festgehalten hat,
dass das Versicherungsgericht des Kantons Aargau die hiegegen eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 31. Oktober 2006 abgewiesen hat,
dass B.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt mit dem Antrag, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei eine vertrauensärztliche Begutachtung zur Abklärung des Invalidenrentenanspruchs anzuordnen,
dass das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) am 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist (AS 2006 1205, 1243), der angefochtene Entscheid indessen vorher ergangen ist, weshalb sich das Verfahren noch nach OG richtet (Art. 132 Abs. 1 BGG; BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395),
dass der angefochtene Entscheid Leistungen der Invalidenversicherung betrifft, weshalb das Bundesgericht nur prüft, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzte, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde (Art. 132 Abs. 2 OG [in der Fassung gemäss Ziff. III des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Änderung des IVG, in Kraft seit 1. Juli 2006] in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG; BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397),
dass die Vorinstanz die Bestimmungen und Grundsätze über die Begriffe der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG), der Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG; BGE 121 V 326 E. 3b S. 331), der Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG) sowie die Neuanmeldung (Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV; BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75, 109 V 108 E. 2b S. 114, 262 E. 3 S. 264) zutreffend dargelegt hat, weshalb darauf verwiesen wird,
dass das kantonale Versicherungsgericht die Gründe, die zur Verneinung eines Rentenanspruchs und damit zur Abweisung der Beschwerde geführt haben, im angefochtenen Entscheid einlässlich dargelegt und namentlich festgestellt hat, dass die HIV-Infektion des Versicherten zu keiner Arbeitsunfähigkeit geführt habe, während die Drogensucht, welche für sich allein keine Invalidität bewirkt, weder Folge einer Gesundheitsstörung mit Krankheitswert sei noch einen solchen Gesundheitsschaden verursacht habe,
dass die Vorinstanz des Weiteren festgestellt hat, von zusätzlichen Abklärungen in medizinischer Hinsicht seien keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb von einer vertrauensärztlichen Untersuchung abzusehen sei,
dass sich die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen auf Tatfragen beschränken, welche das Bundesgericht, wie vorstehend dargelegt, nur mit eingeschränkter Kognition prüft,
dass es insbesondere beim Grad der Arbeitsunfähigkeit und bei der Frage, ob Gesundheitszustand und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers hinreichend abgeklärt wurden oder ob entsprechend dem Antrag in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zusätzliche medizinische Untersuchungen erforderlich sind, um auf der Würdigung verschiedener Arztberichte beruhende Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz geht, welche das Bundesgericht grundsätzlich binden,
dass der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als mangelhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG oder den angefochtenen Entscheid als bundesrechtswidrig (Art. 104 lit. a OG) erscheinen lassen könnte, seine Einwendungen sich im Wesentlichen vielmehr in einer im Rahmen der genannten eingeschränkten Überprüfungsbefugnis unzulässigen Kritik am kantonalen Gerichtsentscheid erschöpfen,
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist und im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt wird,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, der Ausgleichskasse Zürcher Arbeitgeber und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 16. März 2007
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

disability insuranceinvaliditywork incapacitymedical evidencedrug addictionHIV infectionexpert assessmentlimited judicial reviewcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the refusal of a disability pension was unlawful because the insured’s HIV infection or drug addiction established invalidity.

Extrahierter Entscheid

The record did not show work incapacity caused by the HIV infection, and drug addiction alone does not constitute invalidity absent a qualifying health disorder.

Extrahierte Begründung

The court accepted the cantonal findings that no legally relevant incapacity was proven and that the addiction was neither caused by, nor itself causing, a disease with invalidating character.

Kernrechtsfrage

Whether a further medical expert examination had to be ordered.

Extrahierter Entscheid

No additional medical assessment was required because no new findings were to be expected from further inquiries.

Extrahierte Begründung

The challenged findings were based on the evaluation of multiple medical reports and were not shown to be incomplete or manifestly incorrect; the request concerned factual assessments binding on the court under the limited review standard.

Kernrechtsfrage

Whether the cantonal judgment violated federal law or was based on manifestly incomplete factual findings.

Extrahierter Entscheid

The appellant failed to show any federal-law error or materially deficient fact-finding.

Extrahierte Begründung

His criticisms merely attacked the cantonal appreciation of evidence, which the Federal Court could not freely revisit in this social-insurance matter.

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