Inadmissible appeal for lack of proper reasoning

I 29/07Bundesgericht07.02.2007Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court declared inadmissible an appeal in an invalidity insurance case because the appellant’s filing contained neither a recognizable prayer for relief nor a sufficiently case-related reasoning. After warning the appellant that the defect had to be cured within the appeal period, the court found that no usable clarification had been submitted. The proceedings were subject to costs, and the appellant was charged reduced court costs of CHF 200, set off against the CHF 500 advance payment, with CHF 300 to be returned.

Regest

Art. 108 Abs. 2 OG; form requirements for an administrative law appeal and consequences of non-compliance. An appeal must, at least in substance, disclose the relief sought and the reasons, including the factual basis relied upon, so that the court can understand the subject matter of the dispute. It is sufficient if these elements emerge from the filing as a whole; however, purely abstract or non-case-related statements do not suffice. If the defect is not cured within the appeal period after warning, the appeal is manifestly inadmissible and may be disposed of under Art. 36a OG. In such non-entry cases, costs are levied according to the special cost rules for the relevant social insurance procedure; reduced costs may be imposed on the unsuccessful appellant (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 7}
I 29/07

Urteil vom 7. Februar 2007
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Seiler,
Gerichtsschreiber Nussbaumer.

Parteien
S.________, 1958, Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 7. Dezember 2006.

In Erwägung,
dass S.________ am 12. Januar 2007 Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Dezember 2006 erhoben hat,
dass das Bundesgericht S.________ mit Schreiben vom 15. Januar 2007 mitgeteilt hat, dass die Rechtsschrift den gesetzlichen Anforderungen an eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht genügen dürfte, und sie darauf aufmerksam gemacht hat, dass der Mangel nur innerhalb der Beschwerdefrist behoben werden könne,
dass S.________ in der Folge ihre Eingabe vom 8. Januar 2007 nicht verbessert hat,
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss Art. 108 Abs. 2 OG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, um dem Gericht hinreichende Klarheit darüber zu verschaffen, worum es beim Rechtsstreit geht,
dass es nach der Praxis genügt, wenn dies der Verwaltungsgerichtsbeschwerde insgesamt entnommen werden kann,
dass insbesondere zumindest aus der Beschwerdebegründung ersichtlich sein muss, was die Beschwerde führende Partei verlangt und auf welche Tatsachen sie sich beruft, wobei die Begründung nicht zuzutreffen braucht, aber sachbezogen sein muss,
dass die Rechtsschrift weder einen Antrag noch eine sachbezogene Begründung enthält, da den Ausführungen auch nicht sinngemäss entnommen werden kann, welche tatbeständlichen Annahmen der Vorinstanz nach Auffassung der Beschwerdeführerin offensichtlich unrichtig oder unvollständig sind, auf welche Unterlagen sie sich beruft und was sie verlangt,
dass unter diesen Umständen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht als rechtsgenüglich im Sinne von Art. 108 Abs. 2 OG gelten kann,
dass die offensichtlich unzulässige Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt wird,
dass das Verfahren kostenpflichtig ist (Art. 134 Satz 2 OG in der seit 1. Juli 2006 geltenden Fassung; BGE 132 V 393),
dass ausgangsgemäss die bei Nichteintreten praxisgemäss reduzierten Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 156 in Verbindung mit Art. 135 OG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 500.- gedeckt; der Differenzbetrag von Fr. 300.- wird zurückerstattet.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Coop AHV-Ausgleichskasse, Basel, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 7. Februar 2007
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

inadmissibilityformal requirementsreasoningsocial insurancecourt costsnon-entry