Recovery of reminder fees, default interest, and debt collection costs upheld

H 350/01Bundesgericht / II. sozialrechtliche Abteilung07.02.2002Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

L.________ challenged the lifting of his objection against a debt collection order for reminder fees, default interest, and collection costs totaling CHF 66.75. The Schwyz cantonal administrative court upheld the fund’s order. On federal administrative appeal, he sought annulment of both decisions. The Federal Insurance Court held that a reminder of a contribution claim need not await the debtor’s prior acknowledgment and that, if the amount is later found justified, the related reminder fees, default interest, and collection costs remain owed. The appeal was dismissed as manifestly unfounded. Court costs of CHF 200 were imposed on the appellant; no party compensation was awarded to the respondent.

Omnilex-Regeste

Art. 37 AHVV aF, Art. 41bis AHVV aF, Art. 68 SchKG; reminder fees, default interest and debt-collection costs in social insurance contribution matters: a reminder of a contribution claim does not presuppose prior acknowledgment by the debtor. If the underlying amount later proves justified, the reminder fees, default interest and collection costs incurred in connection therewith remain owed. There is no legal duty on the compensation fund to defer the reminder until clarification upon inquiry by the addressee. In the absence of federal-law error or manifestly incorrect fact-finding, the cantonal decision confirming the removal of objection is upheld (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

[AZA 0]
H 350/01 Gi

II. Kammer

Präsident Schön, Bundesrichter Ursprung und Frésard;
Gerichtsschreiber Grünvogel

Urteil vom 7. Februar 2002

in Sachen
L.________, 1933, Beschwerdeführer,

gegen
Ausgleichskasse Gastrosuisse, Heinerich Wirri-Strasse 3, 5000 Aarau, Beschwerdegegnerin,

und
Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Schwyz

Mit Verfügung vom 26. April 2001 beseitigte die Ausgleichskasse Gastrosuisse den von L.________ gegen den Zahlungsbefehl für seit 2000 ausstehende Mahngebühren, Verzugszins und Betreibungskosten erhobenen Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. X.________ des Betreibungsamtes X.________ im Umfang von Fr. 66.75.
Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 29. August 2001 ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt L.________ sinngemäss, der vorinstanzliche Entscheid wie auch die Verfügung vom 26. April 2001 seien aufzuheben.
Die Kasse schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Das Bundesamt für Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1.- Da es sich bei der angefochtenen Verfügung nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen handelt, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nur zu prüfen, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).

2.- Die Vorinstanz hat in Nennung der anwendbaren Bestimmungen (Art. 68 Abs. 1, Art. 79 und Art. 80 Abs. 1 SchKG, Art. 97 Abs. 1 AHVG, Art. 37 und Art. 41bis AHVV in der bis Ende 2000 geltenden Fassung) und Grundsätze (BGE 121 V 110 Erw. 2, 119 V 329, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 119 V 75 und AHI 1997 S. 156 Erw. 5) dargelegt, unter welchen Voraussetzungen die Ausgleichskasse zur Erhebung von Mahngebühren, Verzugszins und Betreibungskosten berechtigt ist und wie sich diese bemessen. Sodann hat das kantonale Gericht in Auseinandersetzung mit den Parteivorbringen die im Streit liegende, sich aus solchen Beträgen zusammensetzende Forderung für rechtens erklärt und die Rechtsöffnungsverfügung vom 26. April 2001 bestätigt. Auf die Erwägungen der Vorinstanz ist zu verweisen.
Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen vorgebracht wird, überzeugt nicht. Das Mahnen einer Beitragsforderung nach Art. 37 Abs. 1 AHVV in der bis 31. Dezember 2000 in Kraft gewesenen Fassung wie auch deren Betreibung setzen keineswegs voraus, dass diese vom Schuldner (bereits) anerkannt ist. Stellt sich für den Rechnungsadressaten erst zu einem späteren Zeitpunkt die Berechtigung des gemahnten Betrages heraus, sind die im Rahmen von Art. 37 Abs. 2 AHVV in der bis Ende 2000 anwendbaren Fassung erhobenen Mahngebühren wie auch aufgelaufene Verzugszinsen (Art. 41bis AHVV in der bis 31. Dezember 2000 gültigen Fassung) sowie Betreibungskosten (Art. 68 Abs. 2 SchKG) ebenfalls geschuldet. Eine rechtliche Verpflichtung, auf eine entsprechende Anfrage zum Rechnungsbetrag hin mit dessen Mahnung zuzuwarten, besteht nicht.

3.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt.

4.- Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer die Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG). Die obsiegende Kasse beantragt die Zusprechung einer Parteientschädigung, was ihr indessen gestützt auf Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG zu verwehren ist.

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II.Die Gerichtskosten von Fr. 200.- werden dem Beschwer- deführer auferlegt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 500.- gedeckt; der Differenzbetrag

von Fr. 300.- wird zurückerstattet.
III. Es werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet.

IV.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 7. Februar 2002

Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der II. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

social insurance contributionsreminder feesdefault interestcollection costsdebt enforcementobjection removalcourt costsparty compensation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the objection to the debt enforcement order for reminder fees, default interest, and collection costs had to be removed.

Extrahierter Entscheid

The removal of the objection was lawful because the charged reminder fees, default interest, and enforcement costs were owed under the applicable social insurance and debt enforcement rules.

Extrahierte Begründung

A reminder of a contribution claim does not require prior acknowledgment by the debtor. If the amount is later shown to have been justified, the reminder fees, default interest, and enforcement costs incurred under the applicable provisions remain payable. There is no duty to delay the reminder pending a request for clarification.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to have the cantonal judgment and the administrative order annulled.

Extrahierter Entscheid

No. The challenge was manifestly unfounded, so the appeal was dismissed in summary procedure.

Extrahierte Begründung

The Federal Insurance Court found no violation of federal law and no manifestly incorrect factual findings in the cantonal decision.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs and entitlement to party compensation.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant, and the respondent was denied party compensation.

Extrahierte Begründung

Costs followed the outcome; an entirely prevailing social insurance fund is not entitled to a party compensation claim in this setting.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.