Non-entry for unpaid advance on federal appeal

H 204/06Bundesgericht / II. sozialrechtliche Abteilung19.01.2007Inadmissible

Zusammenfassung

F. filed a federal administrative-law appeal against a cantonal social insurance judgment. Because the matter was not about insurance benefits, the proceeding was cost-bearing and the Court ordered an advance of CHF 900, warning that failure to pay would lead to non-entry. The advance was not paid within the deadline, even considering the statutory standstill. The Federal Court therefore did not enter into the appeal and, by practice, imposed no court costs.

Regest

Art. 150 Abs. 4 OG; Nichtleistung des Kostenvorschusses trotz ausdrücklicher Androhung der Säumnisfolge führt zum Nichteintreten auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Ist das Verfahren kostenpflichtig, werden bei Nichteintretensentscheiden wegen unterbliebener oder verspäteter Vorschussleistung praxisgemäss keine Gerichtskosten erhoben. Bei Rechtsmitteln gegen vor dem Inkrafttreten des BGG ergangene Entscheide bleibt das OG anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG); die Kostenpflicht bestimmt sich e contrario nach Art. 134 OG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0}
H 204/06

Urteil vom 19. Januar 2007
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, Präsident,
Bundesrichter Borella und Kernen,
Gerichtsschreiberin Amstutz.

Parteien
F.________, Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgericht Basel-Landschaft vom 22. September 2006.

In Erwägung,
dass F.________ am 17. November 2006 (Poststempel) Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 22. September 2006 erhoben hat,
dass der angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110; in Kraft seit 1. Januar 2007 [AS 2006 1205, 1243]) ergangen ist und sich das Verfahren daher noch nach dem Bundesgesetz über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 richtet (vgl. Art. 132 Abs. 1 BGG; BGE 132 V 395 Erw. 1.2),
dass das Verfahren nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zum Gegenstand hat und deshalb gemäss Art. 134 Satz 1 OG (in der von 1. Juli bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Fassung) e contrario kostenpflichtig ist,
dass das Eidgenössische Versicherungsgericht (seit 1. Januar 2007: Bundesgericht) F.________ mit Verfügung vom 20. November 2006 aufgefordert hat, innert 14 Tagen nach Erhalt dieses Schreibens einen Kostenvorschuss von Fr. 900.- zu bezahlen, unter Androhung, dass bei Nichtleistung innert der gesetzten Frist aus diesem Grunde auf die Rechtsvorkehr nicht eingetreten werde,
dass die Verfügung F.________ am 27. November 2006 ausgehändigt worden ist,
dass der Kostenvorschuss innert der gesetzten Frist (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes gemäss Art. 34 Abs. 1 OG) nicht bezahlt worden ist,
dass androhungsgemäss nach Art. 150 Abs. 4 OG zu verfahren ist,
dass - obwohl das Verfahren an sich kostenpflichtig ist - praxisgemäss bei Nichteintretensentscheiden zufolge unterbliebener oder verspäteter Leistung des Vorschusses keine Gerichtskosten erhoben werden,
erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, dem Bundesamt für Sozialversicherungen und S.________ zugestellt.

Luzern, 19. Januar 2007

Im Namen der II. Sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Schlagwörter

advance paymentnon-entrysocial insurancecostsfederal appealdeadlinestandstill