Non-entry due to unpaid cost advance in social insurance appeal

H 179/06Bundesgericht / II. sozialrechtliche Abteilung05.02.2007Dismissed

Zusammenfassung

B.________ filed a federal administrative-law appeal in a social-insurance matter and sought free legal aid. The request was refused for lack of indigence, and he was ordered to pay a CHF 1,000 advance within 14 days, with a warning that failure would lead to non-entry. The decision was served on 10 January 2007, but the advance was not paid. The Federal Supreme Court therefore did not enter into the appeal and, following its practice in such cases, imposed no court costs.

Regest

Art. 150 Abs. 4 OG; non-payment of the ordered cost advance after explicit warning leads to non-entry on the appeal. Where the proceedings are in principle chargeable but the appeal becomes inadmissible for failure to pay the advance, the Federal Supreme Court may, in accordance with practice, waive court costs. Art. 134 OG applies e contrario only to proceedings concerning insurance benefits; other social-insurance proceedings remain chargeable.

Gesamter Gesetzestext

{T 0}
H 179/06

Urteil vom 5. Februar 2007
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Ferrari,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Parteien
B.________, 1950, Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. August 2006.

In Erwägung,
dass B.________ am 16. Oktober 2006 Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. August 2006 erhoben und gleichzeitig um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ersucht hat,
dass das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) am 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist (AS 2006 1205, 1243), aber der angefochtene Entscheid vorher ergangen ist, sodass sich das Verfahren noch nach OG richtet (Art. 132 Abs. 1 BGG; BGE 132 V 395 Erw. 1.2).
dass das Verfahren nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zum Gegenstand hat, weshalb es kostenpflichtig ist (Art. 134 OG erster Satz, e contrario),
dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Entscheid vom 20. Dezember 2006 mangels Bedürftigkeit abgewiesen und B._______ gleichzeitig aufgefordert worden ist, innert 14 Tagen nach Erhalt dieses Schreibens einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.- zu bezahlen verbunden mit der Androhung, dass bei Nichtleistung innert der gesetzten Frist aus diesem Grunde auf die Rechtsvorkehr nicht eingetreten werde,
dass der Entscheid B.________ am 10. Januar 2007 ausgehändigt worden ist,
dass der Kostenvorschuss innert der gesetzten Frist nicht bezahlt worden ist,
dass androhungsgemäss nach Art. 150 Abs. 4 OG zu verfahren ist,
dass - obwohl das Verfahren an sich kostenpflichtig ist - praxisgemäss bei Nichteintretensentscheiden zufolge unterbliebener oder verspäteter Leistung des Vorschusses keine Gerichtskosten erhoben werden,
erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.

Luzern, 5. Februar 2007

Im Namen des Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Schlagwörter

social insurancenon-entrycost advancefree legal aidcourt costsappeal admissibility