Special unemployment benefits denied for self-employment planning

C 10/07Bundesgericht / I. sozialrechtliche Abteilung11.05.2007Dismissed

Zusammenfassung

H.________ appealed to the Federal Court after the Basel-Stadt Social Insurance Court upheld the refusal of special unemployment benefits for planning self-employment. The Federal Court held that, when the application was filed on 31 October 2005, he was already in the start-up phase: he had a business concept and business plan, had founded his company in mid-October 2005, and had already entered into cooperation contracts. The legal requirements for benefits under the planning-phase rules were therefore not met. The appeal was dismissed and no court costs were imposed.

Regest

Art. 71a–d AVIG; Art. 95a f. AVIV; planning phase for special daily allowances for self-employment: entitlement exists only while the insured person is still in the preparatory phase of the project. Once a business concept is completed, the undertaking founded, or contracts with cooperation partners already concluded, the project has entered the start-up phase and the prerequisite of an initial planning phase is no longer satisfied (consid. 3). The existence of the planning phase is to be assessed concretely on the basis of the overall circumstances; the mere intention to establish self-employment is insufficient if implementation has already begun.

Gesamter Gesetzestext

{T 7}
C 10/07

Urteil vom 11. Mai 2007
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Widmer, Leuzinger,
Gerichtsschreiber Hadorn.

Parteien
H.________, 1952, Beschwerdeführer,

gegen

Kantonale Amtsstelle für Arbeitslosenversicherung Basel-Stadt, Hochstrasse 37, 4053 Basel, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt vom 21. November 2006.

Sachverhalt:
Mit Verfügung vom 9. März 2006 lehnte die Kantonale Amtsstelle für Arbeitslosenversicherung Basel-Stadt das Gesuch des H.________ (geb. 1952) um besondere Taggelder zur Planung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit ab. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 2. Mai 2006 fest.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt mit Entscheid vom 21. November 2006 ab.
H.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, es seien ihm die erwähnten Taggelder zuzusprechen.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Da der angefochtene Entscheid vorher ergangen ist, richtet sich das Verfahren noch nach OG (Art. 132 Abs. 1 BGG; BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).

2.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Vorschriften zu den Taggeldern zur Planung der selbstständigen Erwerbstätigkeit (Art. 71 a - d AVIG) und zum Begriff der Planungsphase (Art. 95a und b AVIV) sowie die dazu ergangene Rechtsprechung (ARV 2004 S. 199, C 160/02) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.

3.
Die Vorinstanz hat die Akten eingehend gewürdigt und zutreffend begründet, weshalb sich der Beschwerdeführer im Zeitpunkt seines Gesuchs nicht mehr in der Planungsphase im Sinne von Art. 95a AVIV, sondern bereits in der anschliessenden Startphase seines Projektes befand. Darauf kann verwiesen werden. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen eingewendet wird, ist nicht stichhaltig. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer am 31. Oktober 2005, als er das Gesuch um die streitigen Taggelder stellte, schon ein Konzept samt Businessplan vorlegte. Seine Firma hatte er am 11. oder 12. Oktober 2005 gegründet. Ausserdem gab er an, bis 12. Oktober 2005 bereits Verträge mit Zusammenarbeitspartnern abgeschlossen zu haben. Nach der Rechtsprechung befand er sich daher am 31. Oktober 2005 nicht mehr in der allerersten Phase seines Projekts, für welche allenfalls Taggelder im Sinne von Art. 71a AVIG hätten ausgerichtet werden könnten. Damit ist der kantonale Entscheid nicht zu beanstanden.

4.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist offensichtlich unbegründet und wird im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt und dem Staatssekretariat für Wirtschaft zugestellt.
Luzern, 11. Mai 2007
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
i.V.

Schlagwörter

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