BVG benefits claim dismissed for lack of passive standing

B 142/06Bundesgericht / II. sozialrechtliche Abteilung12.03.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

S. appealed against the Zurich Social Insurance Court’s dismissal of his claim for a BVG invalidity pension against Winterthur Leben. He asked for a pension retroactive to 1 January 1998 and for joinder with case B 40/06. The Federal Supreme Court held that joinder was not justified because the two proceedings concerned different decisions and legal questions. On the merits, Winterthur Leben was not a registered or otherwise BVG-governed pension institution and therefore lacked passive standing. The appeal was dismissed as manifestly unfounded, and no court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 48 Abs. 1 und 2, Art. 49 Abs. 2 und Art. 73 Abs. 1 BVG; Art. 89bis Abs. 6 ZGB; Art. 61 BVG: passive standing in actions for occupational pension benefits. A defendant is liable only if it is a registered pension institution or an unregistered employee welfare foundation subject to the BVG regime and supervision. A company organized as an ordinary corporation, not governed and supervised under the BVG, cannot be condemned to pay BVG benefits. Joinder of appeals is refused where the proceedings concern different lower-court judgments and distinct legal issues (consid. on joinder).

Gesamter Gesetzestext

{T 7}
B 142/06

Urteil vom 12. März 2007
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Lustenberger, Seiler,
Gerichtsschreiber R. Widmer.

Parteien
S.________, 1972, Beschwerdeführer, vertreten durch den Rechtsdienst Integration Handicap, Bürglistrasse 11, 8002 Zürich,

gegen

Winterthur Leben, General-Guisan Strasse 40, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Berufliche Vorsorge,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 19. Oktober 2006.

In Erwägung,
dass das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 19. Oktober 2006 die Klage von S.________ gegen die Winterthur Leben auf Zusprechung einer Invalidenrente der beruflichen Vorsorge mangels Passivlegitimation des Versicherers abgewiesen hat,
dass S.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde einreichen lässt mit dem Rechtsbegehren, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei die Winterthur Leben zu verpflichten, ihm rückwirkend ab 1. Januar 1998 eine Invalidenrente der beruflichen Vorsorge auf der Grundlage eines Invaliditätsgrades von 70 Prozent, zuzüglich Zins zu 5 % seit Klageerhebung, auszurichten,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt, der vorliegende Prozess sei mit dem Verfahren B 40/06 zu vereinigen,
dass die Winterthur Leben und das Bundesamt für Sozialversicherungen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen,
dass das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) am 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist (AS 2006 1205, 1243),
dass der angefochtene Entscheid vorher ergangen ist, sodass sich das Verfahren noch nach OG richtet (Art. 132 BGG; BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395),
dass die Voraussetzungen für eine Verfahrensvereinigung (BGE 128 V 124 E. 1 S. 126; vgl. auch BGE 128 V 192 E. 1 S. 194) nicht erfüllt sind, betreffen die Rechtsmittel doch nicht den gleichen vorinstanzlichen Entscheid, und es stellen sich in den beiden Prozessen unterschiedliche Rechtsfragen, weshalb kein Anlass besteht, dem Antrag des Beschwerdeführers auf Vereinigung des vorliegenden Prozesses mit dem Verfahren B 40/06 stattzugeben,
dass die Vorinstanz unter Hinweis auf Art. 48 Abs. 1 und 2, Art. 49 Abs. 2 und Art. 73 Abs. 1 BVG sowie BGE 122 V 320 E. 2b S. 323 zutreffend festgestellt hat, dass die Beschwerdegegnerin weder eine registrierte Vorsorgeeinrichtung noch eine nichtregistrierte Personalfürsorgestiftung (vgl. Art. 89bis Abs. 6 ZGB) ist,
dass sie als Aktiengesellschaft nicht nach den Vorschriften des BVG organisiert, finanziert und verwaltet ist und auch nicht der Aufsicht der in Art. 61 BVG erwähnten Behörden untersteht,
dass die Beschwerdegegnerin somit nicht zu Invalidenleistungen aus der beruflichen Vorsorge an den Beschwerdeführer verpflichtet werden kann, weshalb das Sozialversicherungsgericht die Klage mangels Passivlegitimation der Winterthur Leben zu Recht abgewiesen hat,
dass die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen zu keinem abweichenden Ergebnis zu führen vermögen,
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, weshalb sie im Verfahren nach Art. 36 a OG erledigt wird,

erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 12. März 2007
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

occupational pensionpassive standingpension foundationjoindersocial insurance appealinvalidity pension

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the present appeal should be joined with case B 40/06

Extrahierter Entscheid

Joinder was not warranted because the appeals concerned different lower-court decisions and different legal questions.

Extrahierte Begründung

The conditions for joinder were not met.

Kernrechtsfrage

Whether Winterthur Leben had passive standing and could be ordered to pay BVG invalidity benefits

Extrahierter Entscheid

Winterthur Leben was not a registered pension institution or an unregistered employee pension foundation, was organized as a company not governed by BVG rules, and was therefore not liable for BVG disability benefits.

Extrahierte Begründung

As the respondent was not subject to the BVG organizational, financing, administration, or supervisory regime, the claim was properly rejected for lack of passive standing.

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