Non-entry for insufficiently reasoned social insurance appeal

B 136/04Bundesgericht / II. sozialrechtliche Abteilung21.02.2005Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

S.________ appealed to the federal social insurance court against a Bern cantonal decision. After warning him that the filing likely did not meet the formal requirements, the court found that both his appeal and follow-up submission lacked any case-related reasoning and did not identify the contested findings or supporting evidence. The appeal was therefore manifestly inadmissible and the court entered no hearing on the merits. No court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 108 Abs. 2 OG; requirement of a sufficiently reasoned administrative appeal; Art. 36a OG; summary treatment of manifestly inadmissible appeals. An administrative appeal must, in a manner ascertainable from the pleading as a whole, state the relief sought and set out the factual and evidentiary basis relied upon. It is insufficient if the filing merely describes the appellant’s personal or financial situation without addressing the challenged factual findings or explaining, even implicitly, why they are incorrect. A pleading lacking such case-related reasoning is not legally adequate and may be disposed of summarily as manifestly inadmissible (consid. in fine).

Gesamter Gesetzestext

Eidgenössisches Versicherungsgericht
Tribunale federale delle assicurazioni
Tribunal federal d'assicuranzas

Sozialversicherungsabteilung
des Bundesgerichts

Prozess
{T 0}
B 136/04

Urteil vom 21. Februar 2005
III. Kammer

Besetzung
Präsidentin Leuzinger, Bundesrichter Lustenberger und Kernen; Gerichtsschreiber Widmer

Parteien
S.________, 1966, Beschwerdeführer,

gegen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Binzstrasse 15, 8001 Zürich, Beschwerdegegnerin

Vorinstanz
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Bern

(Entscheid vom 30. November 2004)

In Erwägung,
dass S.________ am 28. Dezember 2004 Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. November 2004 erhoben hat,
dass das Eidgenössische Versicherungsgericht an S.________ mit Schreiben vom 31. Dezember 2004 mitgeteilt hat, dass die Rechtsschrift den gesetzlichen Anforderungen an eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht genügen dürfte, und ihn darauf aufmerksam gemacht hat, dass der Mangel nur innerhalb der Beschwerdefrist behoben werden könne,
dass S.________ in der Folge am 10. Januar 2005 eine weitere Eingabe ins Recht gelegt hat,
dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss Art. 108 Abs. 2 OG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, um dem Gericht hinreichende Klarheit darüber zu verschaffen, worum es beim Rechtsstreit geht,
dass es nach der Praxis genügt, wenn dies der Verwaltungsgerichtsbeschwerde insgesamt entnommen werden kann,
dass insbesondere zumindest aus der Beschwerdebegründung ersichtlich sein muss, was die Beschwerde führende Partei verlangt und auf welche Tatsachen sie sich beruft, wobei die Begründung nicht zuzutreffen braucht, aber sachbezogen sein muss,
dass die Rechtsschriften vom 28. Dezember 2004 und 10. Januar 2005 insbesondere keine sachbezogene Begründung enthalten, da den Ausführungen auch nicht sinngemäss entnommen werden kann, welche tatbeständlichen Annahmen der Vorinstanz nach Auffassung des Beschwerdeführers unrichtig sind und auf welche Unterlagen er sich beruft,
dass er sich im Wesentlichen vielmehr darauf beschränkt, seine prekäre finanzielle Situation darzulegen,
dass unter diesen Umständen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht als rechtsgenüglich im Sinne von Art. 108 Abs. 2 OG gelten kann,

dass die offensichtlich unzulässige Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt wird,
erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, dem Amt für Sozialversicherung und Stiftungsaufsicht des Kantons Bern und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt.

Luzern, 21. Februar 2005

Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Die Präsidentin der III. Kammer: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

social insuranceappeal admissibilityreasoning requirementnon-entrysummary procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the administrative appeal met the formal requirement of reasoning under Art. 108(2) OG.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not contain a sufficient, case-related reasoning and could not be considered legally adequate.

Extrahierte Begründung

The court held that an appeal must, at least as a whole, show what the appellant requests and on which facts he relies. The two submissions failed to identify which factual findings were allegedly wrong or on which documents he relied; they mainly described his precarious financial situation.

Kernrechtsfrage

Whether the obviously inadmissible appeal should be dealt with under Art. 36a OG.

Extrahierter Entscheid

Yes; the court disposed of the clearly inadmissible appeal in the simplified procedure.

Extrahierte Begründung

Because the appeal was manifestly inadmissible due to insufficient reasoning, it was resolved under the summary mechanism of Art. 36a OG.

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