Non-entry for insufficient reasoning in disability insurance appeal

9C_992/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung16.12.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged the St. Gallen insurance court's judgment in a disability insurance matter. The Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG because it failed to show, in a legally sufficient way, why the factual findings were wrong or the legal assessment incorrect. The submissions amounted only to inadmissible criticism of the lower court's weighing of evidence. The Court therefore did not enter into the appeal under the simplified procedure, waived court costs, and declared the request for free legal aid moot.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 97 Abs. 1, Art. 95, Art. 105 Abs. 1 und 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: Anforderungen an die Begründung der Beschwerde und Prüfungsumfang des Bundesgerichts. Die Beschwerdeschrift muss in gedrängter Form dartun, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; soweit die Sachverhaltsfeststellung beanstandet wird, ist darzulegen, weshalb sie unrichtig und entscheidwesentlich ist. Bloss appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung genügt nicht. Wird die Beschwerde diesen Mindestanforderungen nicht gerecht, ist im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Bei Kostenverzicht nach Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG wird ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos.

Gesamter Gesetzestext

9C_992/2010 {T 0/2}

Urteil vom 16. Dezember 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber R. Widmer.

Verfahrensbeteiligte
M.________, vertreten durch Beratungsstelle für Ausländer, M. Milovanovic,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 25. Oktober 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 2. Dezember 2010 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2010,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Beschwerde diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügt, da sie zwar einen rechtsgenüglichen Antrag enthält, den Ausführungen jedoch nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass sich die Beschwerdeführerin vielmehr auf eine im Rahmen der gesetzlichen Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 95 sowie Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) unzulässige Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung beschränkt,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird, womit das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, Abteilung III, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 16. Dezember 2010

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Widmer

Schlagwörter

admissibilityreasoning requirementsfactual findingsevidentiary assessmentnon-entrycourt costsfree legal aiddisability insurance

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal satisfied the minimum reasoning requirements under Art. 42 BGG.

Extrahierter Entscheid

No. Although a proper request was made, the submission did not explain in a legally sufficient way why the factual findings were allegedly incorrect or the legal reasoning erroneous.

Extrahierte Begründung

The appellant merely criticized the lower court's assessment of the evidence, which is not permissible within the Federal Supreme Court's limited review of facts.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be examined despite the limits on review of factual findings under Arts. 97, 95, and 105 BGG.

Extrahierter Entscheid

No. The arguments attacked the lower court's evidentiary assessment in a manner that exceeded the Court's review powers.

Extrahierte Begründung

Because the complaint did not show an incorrect factual determination or a resulting legal error, the appeal could not be considered on the merits.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be levied and whether the request for free legal aid remained relevant.

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged, and the request for free legal aid became moot.

Extrahierte Begründung

Under Art. 66(1) second sentence BGG, the Court waived costs; as a result, the legal-aid request no longer had practical significance.

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