Non-entry for insufficiently reasoned appeal in pension case

9C_968/2011Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung31.01.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The company appealed a Federal Administrative Court decision that had declared the proceedings moot after the pension foundation withdrew its administrative order. Before the Federal Supreme Court, it did not challenge that dismissal but sought a party-cost award. The Court held that the appeal failed to satisfy the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG because it did not engage with the lower court's reasoning and relied only on a bare assertion of costs. A later promised detailed statement was not filed within the appeal period and would in any event have been inadmissible new matter. The Court therefore declined to enter into the appeal and waived court fees.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 99 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; non-entry for insufficient reasoning: an appeal must set out in concise form why the challenged decision violates law and must address the decisive reasons of the lower court. A mere assertion of a different view or a promise of later substantiation does not satisfy the formal requirements. Submissions filed only after expiry of the appeal period are inadmissible novelties and cannot cure the defect. Where the pleading is manifestly insufficient, the President may decide in simplified procedure not to enter into the matter; court fees may be waived exceptionally under Art. 66(1) second sentence BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_968/2011

Urteil vom 31. Januar 2012
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Verfahrensbeteiligte
Firma X.________ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Erlenring 2, 6343 Rotkreuz,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Berufliche Vorsorge (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. November 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 20. Dezember 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. November 2011, mit welchem infolge Widerrufs der Verfügung der Stiftung Auffangeinrichtung BVG vom 4. Mai 2011 das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben wurde,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass sich die Beschwerdeführerin zwar nicht gegen die Abschreibung des vorinstanzlichen Verfahrens wendet, aber die Ausrichtung einer Parteientschädigung verlangt,
dass sich die Beschwerdeführerin in keiner Weise mit der Erwägung der Vorinstanz auseinandersetzt, wonach von einer Parteientschädigung abgesehen werden könne, wenn wie vorliegend der Aufwand und die Kosten der obsiegenden Partei verhältnismässig gering seien,
dass die Beschwerdeführerin lediglich anführt, sie sei sehr wohl der Meinung, dass der beträchtliche Zeitaufwand ihrerseits entschädigt werden müsse, und sie sich daher erlauben würde, nach den Festtagen eine angemessene, detaillierte Abrechnung über den Aufwand ihrerseits zukommen zu lassen,
dass innert der Beschwerdefrist (und bis heute) indes keine weitere Begründung oder die in Aussicht gestellte Abrechnung eingereicht wurde, die als unzulässiges Novum (Art. 99 Abs. 1 BGG) ohnehin nicht hätte berücksichtigt werden können,
dass die Beschwerde damit den genannten inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügt,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 31. Januar 2012
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Helfenstein Franke

Schlagwörter

social insuranceoccupational pensionappeal reasoningnon-entrynew matterparty costscourt feesmootness

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal complied with the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG.

Extrahierter Entscheid

No. The appeal did not address the lower court's reasoning on party costs and provided no sufficient legal argumentation.

Extrahierte Begründung

The appellant merely asserted that its time expenditure should be compensated and promised a later detailed statement. No further substantiation was filed within the appeal period, and any later submission would have been inadmissible new matter under Art. 99(1) BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the Federal Supreme Court should award party costs in the appeal proceedings.

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged, but the request for a party-cost challenge failed because the appeal was not entered into.

Extrahierte Begründung

Because the appeal manifestly failed to meet the content requirements of Art. 42 BGG, the Court applied the simplified procedure and declined to enter into the matter; under the circumstances it waived court fees.

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