Non-entering on inadequately reasoned disability insurance appeal

9C_967/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung27.12.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The insured person appealed a Lucerne cantonal judgment refusing a disability pension. The Federal Supreme Court held that the appeal did not satisfy the statutory reasoning requirements because it did not engage with the decisive cantonal findings on the lack of a credible health deterioration. The mere reference to a newer diagnosis was considered impermissible appellatory criticism. The Court therefore did not enter into the appeal, rejected the request for free legal representation as hopeless, and imposed court costs of CHF 300 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; an appeal to the Federal Supreme Court is inadmissible if it does not, in a reasoned and issue-specific manner, engage with the decisive considerations of the challenged decision. The appellant must show, in concise form, why the decision violates law; merely repeating earlier allegations or advancing appellatory criticism is insufficient. Where the required substantiation is lacking, the Court may decline to enter into the matter under the summary procedure. A hopeless appeal also excludes free legal aid, and costs are allocated according to the outcome.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_967/2010

Urteil vom 27. Dezember 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Verfahrensbeteiligte
E.________, vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Luzern, Landenbergstrasse 35, 6005 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Invalidenrente),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 21. Oktober 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 24. November 2010 gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 21. Oktober 2010,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Begründung muss sachbezogen sein, damit aus ihr ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Beschwerde vom 24. November 2010 diesen gesetzlichen Mindestanforderungen nicht genügt, da sich der Beschwerdeführer in keiner Weise mit den entscheidenden und einlässlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt, wonach mit den Berichten des Hausarztes Dr. med. M.________ eine massgebende Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht glaubhaft gemacht ist,
dass der blosse Hinweis auf die im vorinstanzlichen Entscheid aufgeführte neuere Diagnoselage als unzulässige appellatorische Kritik (BGE 130 I 290 E. 4.10 S. 302) nicht geeignet ist, die vorinstanzliche Beweiswürdigung als offensichtlich unrichtig oder als auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 f. BGG beruhend erscheinen zu lassen (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG), worauf der Rechtsvertreter bereits verschiedentlich hingewiesen worden ist (zuletzt mit Urteil 8C_921/2010 vom 29. November 2010),
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wegen Aussichtslosigkeit des Prozesses abzuweisen ist,
dass dem Verfahrensausgang entsprechend die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 27. Dezember 2010

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Helfenstein Franke

Schlagwörter

social insurancedisability pensioninadmissibilityreasoned appealmedical evidencelegal aidcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements under Art. 42 BGG

Extrahierter Entscheid

No. The appeal did not engage with the decisive reasoning of the cantonal judgment and was therefore inadmissible.

Extrahierte Begründung

The appellant failed to address the lower court's core assessment that the medical reports did not make a relevant deterioration of health plausible; mere reference to a newer diagnosis was only appellatory criticism.

Kernrechtsfrage

Whether free legal aid should be granted

Extrahierter Entscheid

No. The request was rejected because the case had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Since the appeal was obviously inadmissible, the proceedings were deemed hopeless.

Kernrechtsfrage

Who must bear the court costs

Extrahierter Entscheid

The appellant must pay court costs.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.