Supplementary benefits claim dismissed; costs imposed on appellant

9C_965/2009Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung04.02.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with an appeal against a cantonal judgment on supplementary AHV/IV benefits. It held that the subsidiary constitutional complaint was inadmissible because the ordinary public law appeal was open. The objections concerning the cantonal court's composition and an alleged violation of the right to be heard were rejected, and the calculation of benefits, including the allowance for personal expenses, was found correct under the applicable cantonal rules. The appeals were dismissed insofar as admissible, and court costs of CHF 500 were charged to the appellant. Earlier requests for legal aid had already been refused for lack of prospects.

Omnilex-Regeste

Art. 86 Abs. 1 lit. c, Art. 106 Abs. 2, Art. 109 Abs. 2 lit. a and Abs. 3 BGG; Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 61 ATSG: admissibility and scope of review in supplementary-benefits disputes. Where the ordinary public law appeal is open, the subsidiary constitutional complaint is excluded. Constitutional and cantonal-law objections must be reasoned in a manner meeting the heightened requirements of Art. 106 Abs. 2 BGG; otherwise they are not examined. The right to be heard is not violated where the administration and the cantonal court set out the decisive reasons sufficiently for effective challenge. The Federal Supreme Court is bound by the cantonal findings of fact unless manifestly incorrect; it will not reassess the benefit calculation absent a substantiated showing of error. In the simplified procedure, manifestly unfounded appeals are dismissed and costs are charged to the losing party.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_965/2009

Urteil vom 4. Februar 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Borella, Seiler,
Gerichtsschreiberin Dormann.

Parteien
Z.________,
vertreten durch Fürsprecher Beat Müller-Roulet,
Beschwerdeführerin,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern,
Abteilung Leistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerden gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 28. Oktober 2009.

In Erwägung,
dass Z.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten sowie subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2009 betreffend den Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur AHV/IV erhoben hat,
dass mit Verfügung vom 4. Dezember 2009 das Gesuch der Z.________ um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerden abgewiesen und mit Verfügung vom 24. Dezember 2009 auf das Gesuch um Wiedererwägung dieses Entscheides nicht eingetreten worden ist,
dass in Bezug auf die auf kantonalem Recht beruhende Zusammensetzung des Gerichts (vgl. Art. 61 ATSG; SR 830.1) keine zulässigen, den gesetzlichen Anforderungen genügenden Rügen (Art. 106 Abs. 2 BGG) erhoben werden, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist,
dass die Rügen betreffend die Verfügungen vom 18. Februar und 4. März 2009 unbeachtlich sind, da sich die Beschwerden nicht gegen diese, sondern gegen den vorinstanzlichen Entscheid richten (vgl. Art. 86 Abs. 1 lit. c BGG),
dass Verwaltung und Vorinstanz die Gründe für ihre Entscheide (Einspracheentscheid vom 7. Mai 2009; Entscheid vom 28. Oktober 2009) soweit dargelegt haben, dass diese sachgerecht angefochten werden konnten, mithin die betroffene Person wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die jeweils wesentlichen Gesichtspunkte und deren Tragweite ein Bild machen konnten bzw. können (vgl. BGE 133 I 270 E. 3.1 S. 277; 129 I 232 E. 3.2 S. 236; 126 I 97 E. 2b S. 102 f. mit Hinweisen), weshalb von einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) nicht gesprochen werden kann,
dass die Vorinstanz in Bezug auf die Leistungsbemessung nicht offensichtlich unrichtig und daher für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) festgestellt hat, die Berechnung der Beschwerdeführerin unterscheide sich von jener der Ausgleichskasse lediglich in der Höhe der Krankenkassenprämien und persönlichen Auslagen und aus den Akten ergäben sich keine Anhaltspunkte für die Notwendigkeit einer weiteren Anspruchsprüfung,
dass das kantonale Gericht sich folglich zu Recht nur mit den umstrittenen Punkten befasst und - unter Hinweis auf die wichtigsten bundes- und kantonalrechtlichen Grundlagen - die Anrechnung effektiv anfallender Kosten abgelehnt hat,
dass die Beschwerdeführerin in materieller Hinsicht lediglich betreffend persönliche Auslagen die Existenz einer rechtlichen Grundlage für die Annahme eines Pauschalbetrages von Fr. 360.- statt Fr. 800.- bezweifelt, die von der Verwaltung tatsächlich berücksichtigten Beträge von Fr. 356.- (2008) resp. Fr. 367.- (2009) indessen genau den Vorschriften von Art. 10 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 2 des bis 31. Dezember 2009 geltenden kantonalen Gesetzes über Ergänzungsleistungen zur AHV/IV vom 16. November 1989 (vgl. Art. 5 Abs. 2 lit. d EG ELG; BSG 831.41) und Art. 6 der kantonalen Einführungsverordnung zum ELG vom 20. Juni 2007 (BAG 07-76) resp. 19. November 2008 (BAG 08-129) entsprechen,
dass sich Weiterungen in der gerichtlichen Prüfung erübrigen, da dem streitigen Ergänzungsleistungsanspruch ausgaben- und einnahmenseitig lediglich je drei Positionen zugrunde liegen, welche aktenmässig klar belegt sind und bezüglich deren rechtlicher Behandlung durch die Vorinstanzen kein Fehler (Art. 95 lit. a, Art. 106 Abs. 1 BGG) ersichtlich ist,
dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid vom 25. August zulässig und daher auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist (Art. 113 BGG e contrario),
dass die Beschwerden, soweit zulässig, offensichtlich unbegründet sind und daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG erledigt werden,
dass die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 4. Februar 2010
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Dormann

Schlagwörter

supplementary benefitsadmissibilitysubsidiary constitutional complaintright to be heardcantonal lawfact bindingcourt costslegal aid

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the subsidiary constitutional complaint was admissible alongside the public law appeal

Extrahierter Entscheid

The subsidiary constitutional complaint was not admissible because the ordinary public law appeal was available.

Extrahierte Begründung

The Court held that, because the public law appeal was admissible, the subsidiary constitutional complaint was excluded e contrario.

Kernrechtsfrage

Whether the cantonal court's composition and the alleged violation of the right to be heard warranted intervention

Extrahierter Entscheid

No cognizable violation was shown.

Extrahierte Begründung

The complaints about the composition of the court did not meet the requirements for admissible reasoning, and the reasons given by the administration and the cantonal court were sufficient to allow effective challenge; therefore there was no denial of the right to be heard.

Kernrechtsfrage

Whether the calculation of supplementary benefits, especially the amount for personal expenses, was incorrect

Extrahierter Entscheid

The cantonal court's assessment was not manifestly incorrect and the disputed expense amounts were correctly applied under the cantonal rules.

Extrahierte Begründung

The appellant failed to show any error in the treatment of the limited disputed items; the amounts of CHF 356 for 2008 and CHF 367 for 2009 matched the applicable cantonal provisions.

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