Late and insufficiently reasoned appeal inadmissible

9C_958/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung29.11.2010Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant’s complaint against the Basel-Stadt Social Insurance Court was filed too late because the lower-court decision was deemed served when the postal collection period expired, not when actually collected. It further found that the filing did not satisfy the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG, as it failed to show why the lower court’s factual findings or legal reasoning were wrong. The appeal was therefore not entertained under the simplified procedure, and no court costs were charged.

Regest

Art. 44 Abs. 1 und 2, Art. 100 Abs. 1, Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG; service by postal collection period and minimum reasoning requirements of a federal appeal. A decision is deemed served when the seven-day collection period expires if the addressee does not take delivery; the appeal period then runs from the following day. An appeal is manifestly inadmissible if filed after expiry of the 30-day period. Independently, the appellant must set out in a concise manner which findings of fact or legal considerations are alleged to violate the law; mere assertions or general objections do not meet the statutory reasoning threshold. If either requirement is plainly lacking, non-entry is ordered in simplified procedure.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_958/2010

Urteil vom 29. November 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber R. Widmer.

Verfahrensbeteiligte
U.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Atupri Krankenkasse,
Zieglerstrasse 29, 3000 Bern 65 SBB,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt vom 7. Oktober 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 19. November 2010 (Poststempel) gegen den Nichteintretensentscheid des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt vom 7. Oktober 2010,

in Erwägung,
dass der vorinstanzliche Entscheid vom 7. Oktober 2010 am folgenden Tag der Post übergeben wurde, dem Beschwerdeführer laut Track & Trace-Auszug der Schweizerischen Post am 11. Oktober 2010 aber nicht ausgehändigt werden konnte, weshalb die Abholfrist von sieben Tagen (Art. 44 Abs. 2 BGG) am 12. Oktober 2010 zu laufen begann (Art. 44 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 49 E. 4 S. 51 f.) und der Entscheid mit deren Ende am 18. Oktober 2010 und nicht erst mit der tatsächlichen Entgegennahme durch den Beschwerdeführer am 26. Oktober 2010 als zugestellt gilt,
dass die Beschwerdefrist von 30 Tagen gemäss Art. 100 Abs. 1 BGG demnach am 19. Oktober 2010 zu laufen begann (Art. 44 Abs. 1 BGG) und am 17. November 2010 endete, weshalb die am 19. November 2010 der Post übergebene Beschwerde verspätet und daher offensichtlich unzulässig ist,
dass ein Rechtsmittel sodann gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Beschwerde diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügt, da sie zwar einen Antrag enthält, den Ausführungen jedoch nicht entnommen werden kann inwiefern die Sachverhaltsfeststellung gemäss angefochtenem Entscheid vom 7. Oktober 2010 in Verbindung mit der vorinstanzlichen Verfügung vom 23. September 2010 im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass der Beschwerdeführer sich vielmehr auf die Behauptung beschränkt, die vorinstanzliche Verfügung vom 23. September 2010, enthaltend die Aufforderung zur Verbesserung der Beschwerde und die Androhung des Nichteintretens für den Unterlassungsfall, sei ihm erst nach Ablauf der darin gesetzten Frist zugestellt worden, was unbehelflich ist,
dass die Beschwerde somit auch unter dem Gesichtswinkel der Begründung offensichtlich unzulässig ist,
dass aus diesen Erwägungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 29. November 2010

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Widmer

Schlagwörter

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