Non-entry for insufficient appeal against non-entry decision

9C_885/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung05.11.2010Inadmissible

Zusammenfassung

B. appealed to the Federal Supreme Court against a cantonal non-entry decision concerning AHV matters. The court held that the appeal did not comply with Art. 42 BGG because it failed to address the reasoning of the cantonal court and instead dealt only with the merits. Since the complaint did not challenge the decisive grounds for non-entry, the court applied the simplified procedure and did not enter into the appeal. No court costs were charged.

Regest

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; sufficiency of the reasoning of an appeal against a non-entry decision. An appeal directed against a non-entry decision must specifically engage with the reasons that led the lower court to refuse to hear the case; submissions confined to the substantive merits do not satisfy the requirement of concise reasoning and render the appeal inadmissible. Where the appeal omits any discussion of the decisive inadmissibility grounds, the Federal Supreme Court may dispose of the matter in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG in the circumstances of the case.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_885/2010

Urteil vom 5. November 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Traub.

Verfahrensbeteiligte
B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung,

Beschwerde gegen die Verfügung des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 6. September 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 27. Oktober 2010 gegen die Nichteintretensverfügung des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 6. September 2010,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung enthalten muss, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass nach der Rechtsprechung eine Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid, in welcher lediglich die materielle Seite des Falles behandelt wird, keine sachbezogene Begründung aufweist und damit nicht rechtsgenüglich ist (vgl. BGE 123 V 335; 118 Ib 134; ARV 2002 Nr. 7 S. 61 E. 2),
dass die Beschwerdeschrift keine Auseinandersetzung mit den für das Nichteintreten (und die Überweisung der Sache an das Bezirksgericht X.________) massgebenden Erwägungen des kantonalen Gerichts enthält, wonach kein anfechtbarer Entscheid und keine sachliche Zuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts gegeben sei,
dass die in der Beschwerdeschrift enthaltenen Einwendungen allenfalls gegenüber der für die Rechtsöffnung zuständigen Instanz respektive gegenüber der Gläubigerin geltend zu machen sind,
dass bei dieser prozessualen Situation kein Raum für Weiterungen besteht,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, dem Bundesamt für Sozialversicherungen und dem Bezirksgericht X.________ schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 5. November 2010
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Traub

Schlagwörter

admissibilityreasoning requirementnon-entry decisionsocial insurancecost waiver