Appeal against rejection of a recusal request in health insurance case

9C_828/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung15.12.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

S.________ and B.________ challenged a Bern cantonal court decision rejecting their request to recuse a cantonal administrative judge in a health insurance case. The Federal Court held that the complaint could not address the separate procedural order on party and witness examinations, and that the appellants failed to substantiate any constitutional violation regarding the refusal of recusal. It found the appeal manifestly unfounded and decided it in simplified procedure without exchange of pleadings. The appeal was dismissed insofar as admissible, and court costs of CHF 1,000 were charged to the appellants.

Omnilex-Regeste

Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 109 BGG; an appeal must specifically demonstrate the alleged violation of constitutional rights or federal law. Where the appellants fail to substantiate in a constitutionally adequate manner why the cantonal authority erred in denying recusal grounds, the appeal is manifestly unfounded and may be decided summarily under Art. 109 BGG without exchange of submissions. Interlocutory procedural orders outside the challenged decision are not part of the appeal object and are therefore not reviewable. Costs are borne by the losing party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_828/2010

Urteil vom 15. Dezember 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Kernen, Bundesrichterin Pfiffner Rauber,
Gerichtsschreiber Schmutz.

Verfahrensbeteiligte
S.________ und B.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, Speichergasse 12, 3011 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 20. August 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 30. September 2010 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 20. August 2010, mit welchem das Gesuch von S.________ und B.________ um Ablehnung von Verwaltungsrichter M.________ im Verfahren KV 200.2010.315 abgewiesen wurde,
in die Verfügung vom 21. Oktober 2010, mit der das Bundesgericht das Gesuch von S.________ und B.________ um unentgeltliche Rechtspflege abwies, mit der Begründung, dass das Prozessbegehren aussichtslos sei,
in die Verfügung vom 22. November 2010, mit der das Bundesgericht das von S.________ und B.________ gegen die am Entscheid vom 21. Oktober 2010 beteiligten Richter und die Richterin gestellte Ausstandsgesuch vom 14. November 2010 abwies,
in die Verfügung des Bundesgerichts vom 25. November 2010, mit der S.________ und B.________ Nachfrist bis 6. Dezember 2010 zur Leistung des Kostenvorschusses gesetzt wurde,
in die Eingabe von S.________ und B.________ vom 5. Dezember 2010, mit der darum ersucht wurde, die gesetzte Nachfrist für nichtig zu erklären, wobei die Zahlung jedoch rechtzeitig erfolgte, so dass einem Eintreten insoweit nichts entgegensteht,

in Erwägung,
dass die im kantonalen Verfahren ergangene prozessleitende Verfügung vom 10. Juni 2010 betreffend Partei- und Zeugeneinvernahmen nicht den Anfechtungsgegenstand bildet, weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass die Beschwerdeführer nicht dartun (Art. 106 Abs. 2 BGG), inwiefern das bernische Verwaltungsgericht mit der Verneinung der im massgebenden kantonalen Verfahrensrecht (Art. 9 Abs. 1 lit. a-f VRPG) genannten Ausstandsgründe eine Verfassungsverletzung begangen hätte,

dass auch sonst keine Bundesrechtsverletzung (Art. 95 lit. a BGG) ersichtlich ist,
dass die Beschwerde, soweit überhaupt zulässig, keine Aussicht auf Erfolg hatte, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG als offensichtlich unbegründet (Abs. 2 lit. a), ohne Durchführung des Schriftenwechsels, mit summarischer Begründung und unter Verweis auf den vorinstanzlichen Entscheid zu erledigen ist, weshalb kein Raum für prozessuale Weiterungen irgendwelcher Art besteht,
dass die Gerichtskosten den Beschwerdeführern als unterliegender Partei auferlegt werden (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist,

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.- werden den Beschwerdeführern auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 15. Dezember 2010
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Schmutz

Schlagwörter

recusalinadmissibilitysimplified procedureburden of substantiationcourt costshealth insurance

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal was admissible against the cantonal procedural order of 10 June 2010 on party and witness examinations.

Extrahierter Entscheid

That procedural order was not the object of the appeal, so the Federal Court could not review it.

Extrahierte Begründung

The challenged interlocutory order fell outside the appealable subject matter.

Kernrechtsfrage

Whether the appellants showed a constitutional violation in the cantonal court’s refusal to accept recusal grounds under Art. 9 para. 1 lit. a-f VRPG.

Extrahierter Entscheid

No such constitutional violation was demonstrated.

Extrahierte Begründung

The appellants failed to explain, as required by Art. 106 para. 2 BGG, how the cantonal court’s assessment of the statutory recusal grounds infringed constitutional or federal law.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal had any prospect of success and could be dealt with under the simplified procedure of Art. 109 BGG.

Extrahierter Entscheid

The appeal was manifestly unfounded and could be decided summarily without exchange of submissions.

Extrahierte Begründung

No other federal law violation was apparent, and the appeal lacked any realistic chance of success.

Kernrechtsfrage

Costs of the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellants as the losing party.

Extrahierte Begründung

Costs follow the losing party under Art. 66 para. 1 BGG.

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