Inadmissibility for insufficient reasoning in social insurance appeal

9C_825/2013Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung02.12.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with an appeal in invalidity insurance against a cantonal judgment. The appellant's submission only referred to arguments made in the cantonal proceedings and did not engage with the reasoning of the lower court. The court held that the appeal failed to satisfy the reasoning requirements of Art. 42 BGG and did not show any manifestly incorrect finding of fact under Art. 97 Abs. 1 BGG. In simplified proceedings, the court therefore declined to enter into the appeal and waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b and Abs. 2 BGG; inadmissibility for insufficient reasoning of the appeal. A federal appeal must set out, in concise form, which parts of the challenged decision are contested and why it is unlawful; a mere reference to earlier submissions does not satisfy this burden. The appellant must engage with the lower court's reasoning and show, where fact findings are attacked, that they are manifestly incorrect and legally relevant. If these requirements are not met, the court may decline to enter in simplified proceedings. Costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

9C_825/2013

Urteil vom 2. Dezember 2013

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Traub.

Verfahrensbeteiligte
D.________,
vertreten durch M.________ AG,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Aargau,
Bahnhofplatz 3C, 5000 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau
vom 15. Oktober 2013.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 12. November 2013 gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 15. Oktober 2013,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung enthalten muss, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass aus der Begründung mithin ersichtlich sein muss, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245; 131 II 449 E. 1.3 S. 452),
dass in der Beschwerdeschrift vom 12. November 2013 lediglich auf die Begründung im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren verwiesen wird,
dass ihr mangels einer Auseinandersetzung mit den Erwägungen des kantonalen Gerichts nicht entnommen werden kann, inwiefern die vorinstanzlichen Feststellungen über den medizinischen Sachverhalt im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass auf die Erhebung von Gerichtskosten umständehalber verzichtet wird (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG),

erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 2. Dezember 2013

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Traub

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementsocial insurancemedical findingscost waiver