Non-entry for insufficiently reasoned social insurance appeal

9C_815/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung26.10.2010Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant’s challenge against the Bern cantonal decision on supplementary benefits to AHV/IV because the submissions did not satisfy the minimum requirements of a reasoned appeal. The filing contained no legally sufficient request and did not engage with the cantonal court’s assessment of the amount of the benefit. The Court therefore issued a summary non-entry decision and waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility requirements for a Federal Supreme Court appeal. An appeal must contain a clear request and a reasoned submission showing, in concise form, which rights were violated by the challenged decision. If the appellant fails to address the decisive considerations of the lower court and does not indicate, with reference to the findings of fact, why they are erroneous and legally flawed, the appeal is manifestly insufficiently reasoned and a non-entry decision is issued in simplified proceedings. Where the Court does not enter into the matter, court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_815/2010

Urteil vom 26. Oktober 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Schmutz.

Verfahrensbeteiligte
M.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Leistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. September 2010.
Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 22. September 2010 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 16. September 2010,
in das Schreiben des Bundesgerichts vom 28. September 2010 an M.________, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Antrag und Begründung nicht zu erfüllen scheine und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich sei,
in die daraufhin von M.________ am 30. September 2010 eingereichte Eingabe,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass sich die beiden Eingaben des Beschwerdeführers nicht mit der Beurteilung des Streitgegenstandes durch die Vorinstanz (Höhe des Anspruches auf Ergänzungsleistungen) befassen,
dass sie darum den inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügen, da sie keinen rechtsgenüglichen Antrag enthalten und den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen des kantonalen Gerichts im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 26. Oktober 2010

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Schmutz

Schlagwörter

supplementary benefitsadmissibilityreasoned appealnon-entryformal requirementscourt costs