Appeal inadmissible against remand decision in disability insurance

9C_735/2009Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung28.09.2009Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The IV office appealed to the Federal Supreme Court against a cantonal remand decision in a disability insurance matter. The Supreme Court held that the challenged decision merely ordered further investigations and therefore did not meet the requirements for an immediately appealable interim decision under Art. 93 BGG. The appellant failed to show any irreparable harm or any basis for immediate final review. The appeal was dealt with in simplified proceedings and was not entered into. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; appeal against remand decision; admissibility requirements. A remand decision ordering additional investigations is in principle an interim decision. It is appealable only if it can cause irreparable harm within the meaning of Art. 93(1)(a) BGG or if the conditions of Art. 93(1)(b) BGG are cumulatively met. The mere duty to carry out supplementary fact-finding does not constitute irreparable harm, even where the lower court’s assessment of the facts is alleged to be manifestly incorrect or to rest on a violation of the right to be heard (consid. 1). The appellant bears the burden of showing the exceptional admissibility grounds; absent such substantiation, the appeal is manifestly inadmissible and may be decided in simplified procedure under Art. 108 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_735/2009

Urteil vom 28. September 2009
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Fessler.

Parteien
IV-Stelle Uri, Dätwylerstrasse 1, 6460 Altdorf,
Beschwerdeführerin,

gegen

H.________, vertreten durch
Rechtsanwalt Walter A. Stöckli,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des
Obergerichts des Kantons Uri
vom 10. Juli 2009.

In Erwägung,
dass die IV-Stelle Uri gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Uri, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 10. Juli 2009 betreffend den Anspruch des H.________ auf eine Rente der Invalidenversicherung Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben hat,
dass der angefochtene Entscheid die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurückweist,
dass die Beschwerde gegen einen Rückweisungsentscheid u.a. voraussetzt, dass er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann oder dass deren Gutheissung sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. a und b BGG; BGE 133 V 477 E. 4.2 S. 481),
dass die Verpflichtung der IV-Stelle zur Vornahme ergänzender Abklärungen keinen im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG nicht wieder gutzumachenden Nachteil darstellt, und zwar selbst dann nicht, wenn die vorinstanzliche Feststellung, der rechtserhebliche Sachverhalt sei ungenügend abgeklärt, offensichtlich unrichtig oder Ergebnis unhaltbarer Beweiswürdigung wäre (Urteile 9C_304/2007 vom 25. Oktober 2007 E. 1.2.2 und 9C_301/2007 vom 28. September 2007 E. 2.2) oder wenn die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz auf einer Verletzung des rechtlichen Gehörs beruhte,
dass die IV-Stelle nicht darlegt, inwiefern die Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG erfüllt sind (Urteile 4A_196/2007 vom 5. Dezember 2008 E. 2.4 und 9C_613/2007 vom 23. Oktober 2007 E. 3.1),
dass allfällige Unklarheiten betreffend den Inhalt der vorinstanzlich angeordneten Abklärungen für die Frage der Zulässigkeit der Beschwerde nicht von Bedeutung sind,
dass die offensichtlich unzulässige Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG erledigt wird,
dass die IV-Stelle kostenpflichtig ist (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Uri, der Ausgleichskasse des Schweizerischen Baumeisterverbandes und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 28. September 2009
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Fessler

Schlagwörter

admissibilityremand decisionirreparable harmsupplementary evidencesocial insurancesimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the remand decision was admissible under Art. 93 BGG.

Extrahierter Entscheid

The appeal was inadmissible because the remand order did not cause irreparable harm and the appellant did not show any other ground for immediate review.

Extrahierte Begründung

A remand decision is only appealable if it can cause irreparable harm or if its approval would immediately lead to a final decision and save substantial time or costs. The obligation to conduct additional investigations does not constitute irreparable harm, even if the lower court's fact-finding may be flawed or based on a hearing violation. The appellant did not demonstrate the alternative condition under Art. 93(1)(b) BGG.

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