Non-entry for insufficient appeal reasoning in disability insurance case

9C_729/2009Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung23.09.2009Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with an appeal in a disability insurance matter that had been forwarded from the Zurich Social Insurance Court. After two invitations to cure formal defects, the appellant still failed to submit a legally sufficient request and reasoning and did not adequately challenge the cantonal court's findings. The Court therefore declined to enter into the appeal in simplified proceedings and waived court costs. The request for free proceedings became moot.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; non-entry for deficient appeal submission. An appeal must contain specific requests and a reasoned submission showing, in concise form, how the challenged decision violates federal law; where factual findings are attacked, the pleading must indicate, with reference to Art. 97 BGG, why they are manifestly incorrect or legally relevantly erroneous. Mere disagreement or unsupported assertions do not suffice. Defects may be cured only within the appeal period. If the pleading remains deficient, the court may declare the appeal inadmissible in simplified proceedings. Under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG, costs may exceptionally be waived, making a request for legal aid or free proceedings moot.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_729/2009

Urteil vom 23. September 2009
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 26. Juni 2009.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 13. August 2009 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 26. Juni 2009, welche an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich adressiert war und von diesem an das Bundesgericht weitergeleitet wurde,
in das Schreiben des Bundesgerichts vom 20. August 2009 an A.________, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Antrag und Begründung nicht zu erfüllen scheine, zudem der angefochtene Entscheid nicht beigelegt worden und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich sei,
in die daraufhin von A.________ am 8. September 2009 eingereichte Eingabe,
in das Schreiben des Bundesgerichts vom 9. September 2009 an A.________, womit er nochmals auf das Fehlen des vorinstanzlichen Entscheides hingewiesen wurde,
in die von A.________ am 16. September 2009 eingereichte - mit derjenigen vom 9. September 2009 identischen - Eingabe, welcher der vorinstanzliche Entscheid beigelegt war,
in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 13. August 2009 diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügt, da sie keinen rechtsgenüglichen Antrag enthält und den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass diese Mängel auch mit der neuen Eingabe vom 8. September 2009 nicht behoben wurden, insbesondere eigentliche Rügen, die den Anforderungen an die Beschwerdebegründung genügen würden, sich also mit der Begründung des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen, an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (BGE 134 II 244 E. 2.1) und im Einzelnen aufzeigen würden, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt, auch in der neuen Rechtsschrift nicht enthalten sind,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird, weshalb der Antrag auf Kostenlosigkeit des Verfahrens gegenstandslos ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 23. September 2009
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Helfenstein Franke

Schlagwörter

appeal admissibilityreasoned appealformal requirementsnon-entrycourt costssocial insurance

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the formal requirements of Art. 42 BGG and could be considered on the merits.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not contain a proper request or adequate reasoning and therefore failed to meet the mandatory requirements.

Extrahierte Begründung

The appellant did not explain, in a legally sufficient way, how the challenged decision violated federal law or why the lower court's factual findings were erroneous under Art. 97 BGG. The later submissions still did not contain proper legal grievances engaging with the reasoning of the cantonal judgment.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged despite non-entry.

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged.

Extrahierte Begründung

Under Art. 66(1) second sentence BGG, the court waived costs in this simplified non-entry procedure, rendering the request for free proceedings moot.

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