Insufficiently reasoned appeal in invalidity insurance case

9C_685/2013Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung09.10.2013Inadmissible

Zusammenfassung

B.________ appealed a cantonal social insurance decision to the Federal Court. After being reminded of the formal pleading requirements, she filed a second submission, but the Court held that neither filing adequately explained how the cantonal court had erred in its factual assessment or legal reasoning. In summary procedure, the Federal Court therefore refused to enter into the appeal. Because of the circumstances, it waived court costs, rendering the request for free legal aid moot.

Regest

Art. 42 Abs. 1 et 2 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b et al. 2 BGG: an appeal must contain a clear prayer for relief and a reasoned submission showing, in a concise manner, how the challenged decision violates law. A mere repetition of assertions or an unparticularized criticism of the factual findings does not suffice, even where the party is granted an opportunity to cure defects within the appeal period. If these minimum requirements are not met, the Federal Court may decline to enter into the matter in simplified procedure. Where costs are waived due to the circumstances, a pending request for free legal aid becomes moot.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

9C_685/2013

Urteil vom 9. Oktober 2013

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiber R. Widmer.

Verfahrensbeteiligte
B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 20. Juni 2013.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 18. September 2013 (Poststempel) gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 20. Juni 2013,
in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 20. September 2013 an B.________, worin auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist,
in die daraufhin von B.________ am 30. September 2013 (Poststempel)eingereichte Eingabe,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die beiden Eingaben der Beschwerdeführerin diesen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügen, indem die zweite Eingabe zwar einen rechtsgenüglichen Antrag enthält, den Ausführungen in beiden Zuschriften aber nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend (unhaltbar, willkürlich; BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234, 134 IV E. 1.4.1 S. 39) und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird, womit das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos wird,

erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 9. Oktober 2013

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Widmer

Schlagwörter

admissibilityreasoned appealfederal proceduresummary procedurecourt costslegal aidinvalidity insurance