Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

9C_609/2008Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung26.08.2008Inadmissible

Zusammenfassung

The appellant filed a federal appeal against a judgment of the Administrative Court of the Canton of Solothurn in a health-insurance matter. The Federal Court had previously warned him that the appeal apparently failed to meet the statutory formal requirements and that any defect had to be cured within the appeal period. He did not do so. The Court held that the appeal lacked a sufficient, case-specific reasoning showing how the challenged decision violated federal law or why the factual findings were incorrect. It therefore did not enter into the appeal and waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: An appeal must contain a concise, case-specific statement of the relief sought and reasons demonstrating the alleged legal error. A merely unsubstantiated criticism, especially one that does not show why the factual findings are manifestly incorrect or legally flawed, does not satisfy the minimum reasoning requirement. If a notified formal defect is not cured within the appeal period, the court may decide in simplified procedure not to enter into the appeal. Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG permits waiver of court costs in such a situation.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_609/2008

Urteil vom 26. August 2008
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Seiler, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Keel Baumann.

Parteien
Z.________, Beschwerdeführer,

gegen

Spitäler X.________ AG, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn
vom 11. Juni 2008.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 9. Juli 2008 gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 11. Juni 2008,
in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 17. Juli 2008, mit welcher Z.________ darauf hingewiesen wurde, dass seine Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse nicht zu erfüllen scheint und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich ist,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Beschwerde diesen inhaltlichen Mindestanforderungen hinsichtlich einer sachbezogenen Begründung nicht genügt und der Beschwerdeführer namentlich von der ihm mit Mitteilung vom 17. Juli 2008 aufgezeigten Möglichkeit, den Mangel innert Beschwerdefrist zu beheben, keinen Gebrauch gemacht hat,
dass nämlich den Ausführungen in der Beschwerde nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 26. August 2008

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Seiler Keel Baumann

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementformal requirementssocial insurancenon-entrycourt costs