Invalidity pension denied; court upheld 11% disability

9C_606/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung21.01.2011Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dismissed the insured person's public law appeal against the Zurich Social Insurance Court's judgment confirming the IV office's refusal of an invalidity pension. It held that the appellant merely challenged the weighing of evidence, while the cantonal findings on medical condition and 80% capacity in adapted work were binding. The already clarified medical record did not justify an additional expert report or remittal. The calculated disability rate of 11% remained unassailable. Costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 97 Abs. 1, Art. 95, Art. 105 Abs. 1 and 2 BGG; invalidity assessment and review of facts by the Federal Supreme Court: factual findings of the cantonal court are binding unless manifestly incorrect or otherwise unlawful. A mere critique of evidence appraisal is inadmissible. Where the medical file is complete and supports a work capacity in adapted activity, no duty to order a further expert opinion or to remand exists. Costs are borne by the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_606/2010

Urteil vom 21. Januar 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Glanzmann,
Gerichtsschreiber R. Widmer.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
vertreten durch Beratungsstelle für Ausländer,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 9. Juni 2010.

In Erwägung,
dass die IV-Stelle des Kantons Zürich mit Verfügung vom 22. Oktober 2008 das Gesuch der 1957 geborenen S.________ um Zusprechung einer Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 28 % ablehnte,
dass das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich die von der Versicherten hiegegen eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 9. Juni 2010 abwies,
dass S.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen lässt mit den Anträgen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei ihr eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung zu gewähren, eventuell sei die Sache zu weiteren Abklärungen und neuer Verfügung an die Verwaltung zurückzuweisen,
dass die Versicherte ferner um die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht,
dass das Bundesgericht dieses Gesuch mit Verfügung vom 16. August 2010 abgewiesen hat,
dass die Vorinstanz die Bestimmungen über die Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode und den Grundsatz der freien Beweiswürdigung unter Hinweis auf die Rechtsprechung zutreffend wiedergegeben hat, sodass darauf verwiesen wird,
dass das Sozialversicherungsgericht in einlässlicher Würdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere gestützt auf die von der IV-Stelle beigezogene Expertise des medizinischen Begutachtungsinstituts X.________ vom 23. Oktober 2007 festgestellt hat, die Versicherte sei in einer ihren körperlichen Beschwerden angepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig,
dass die Beschwerdeführerin sich auf eine im Rahmen der gesetzlichen Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts unzulässige Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung beschränkt, jedoch nicht vorbringt, die tatsächlichen Feststellungen des kantonalen Gerichts zur gesundheitlichen Situation und zum Grad der Arbeitsfähigkeit seien offensichtlich unrichtig oder beruhten auf einer anderweitigen Bundesrechtsverletzung, weshalb sie für das Bundesgericht verbindlich sind (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 95 sowie Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG),
dass der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt des Weiteren umfassend abgeklärt und seitens der Vorinstanz vollständig festgestellt wurde, weshalb sich entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin Aktenergänzungen, namentlich die Einholung eines Obergutachtens durch das Sozialversicherungsgericht, ebenso erübrigen wie die Rückweisung der Sache an die IV-Stelle,
dass das kantonale Gericht gestützt auf die ärztlich bescheinigte Einschränkung in der Leistungsfähigkeit von 20 %, welche sich lediglich im häuslichen Aufgabenbereich auswirkt, während die Versicherte weiterhin im bisherigen Ausmass von 70 % einer Vollzeitbeschäftigung als Reinigungskraft arbeiten könnte, einen Invaliditätsgrad von 11 % ermittelt hat, welcher, soweit einer letztinstanzlichen Überprüfung zugänglich (vgl. dazu BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399), zu keinen Bemerkungen Anlass gibt,
dass die Gerichtskosten dem Ausgang des Verfahrens entsprechend der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 21. Januar 2011
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Widmer

Schlagwörter

invalidity insurancedisability assessmentmedical evidencework capacityhousehold tasksburden of proofjudicial reviewcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the denial of an invalidity pension should be overturned and a three-quarter pension granted

Extrahierter Entscheid

No. The Federal Supreme Court found no reason to disturb the cantonal court's assessment and upheld the denial.

Extrahierte Begründung

The appellant only attacked the weighing of evidence. The cantonal findings on health status and 80% work capacity were not shown to be manifestly incorrect or otherwise unlawful, and were therefore binding. Based on the medically certified 20% limitation affecting only household tasks, the cantonal court's calculation of an 11% disability rate was unobjectionable.

Kernrechtsfrage

Whether additional evidentiary measures or a remittal for further clarification were required

Extrahierter Entscheid

No. The medical facts had been comprehensively clarified and fully established, so an expert opinion or remittal was unnecessary.

Extrahierte Begründung

The record already contained sufficient medical evidence, especially the expert report relied on by the IV office. The appellant failed to show any evidentiary gap warranting further investigation.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be imposed on the appellant

Extrahierter Entscheid

Yes. Costs follow the outcome and were charged to the losing appellant.

Extrahierte Begründung

As the complaint was dismissed, the appellant had to bear the court costs under the applicable procedural rule.

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