Late appeal against an interim remand decision inadmissible

9C_590/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung05.08.2010Dismissed

Zusammenfassung

S. appealed to the Federal Supreme Court against a cantonal social insurance remand decision. The appeal was lodged after the 30-day deadline had expired. The Court held that the appeal was therefore untimely and, in summary proceedings, did not enter into it. It further noted that even a timely appeal would have been inadmissible because the challenged ruling was an interim decision and the requirements of Article 93(1) BGG were not met. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Regest

Art. 100 Abs. 1, Art. 44-48, Art. 93 Abs. 1 and Art. 108 Abs. 1 lit. a and Abs. 2 BGG; timeliness and appealability of interim remand decisions. An appeal filed after expiry of the statutory period is inadmissible. Independently of timeliness, a cantonal remand decision is a preliminary/interim decision; it may be challenged only if the conditions of Art. 93 Abs. 1 BGG are fulfilled. Where these conditions are not manifestly met, the Federal Supreme Court may decide not to enter into the matter in simplified procedure. Court costs are borne by the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 and 3 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_590/2010

Urteil vom 5. August 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Borella, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Dormann.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
vertreten durch Fürsprecher Hans Peter Schüpbach,
Beschwerdeführer,

gegen

Ausgleichskasse des Schweizerischen Gewerbes, Brunnmattstrasse 45, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin,

O.________ AG,
vertreten durch Fürsprecher Hans Peter Schüpbach.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 27. Mai 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 10. Juli 2010 (Poststempel) gegen den gemäss postamtlicher Bescheinigung am 9. Juni 2010 an den Rechtsvertreter von S.________ ausgehändigten Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 27. Mai 2010,

in Erwägung,
dass die Beschwerde nicht innert der nach Art. 100 Abs. 1 BGG 30-tägigen, gemäss Art. 44-48 BGG am 9. Juli 2010 abgelaufenen Rechtsmittelfrist eingereicht worden ist,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig wird,
dass im Übrigen auf die Beschwerde auch nicht eingetreten werden könnte, wenn sie rechtzeitig erfolgt wäre, da es sich beim angefochtenen Rückweisungsentscheid um einen Vor- resp. Zwischenentscheid handelt, gegen welchen die Beschwerde nur unter den - offensichtlich nicht erfüllten - Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG zulässig ist,

erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der O.________ AG, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 5. August 2010
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Borella Dormann

Schlagwörter

social insuranceadmissibilitytime limitinterim decisionremandsummary procedurecourt costs