No entry on insufficiently reasoned social security appeal

9C_59/2014Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung12.02.2014Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Court, sitting as a single judge in a simplified procedure, held that the appellant’s submission against the Federal Administrative Court’s social insurance decision did not meet the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG. The filing failed to engage with the decisive reasoning of the lower court or to show any manifestly incorrect fact-finding or legal error. As a result, the Court did not enter into the appeal. It also denied the request for free legal aid because there was no valid appeal, and waived court costs in light of the circumstances.

Regest

Art. 42 BGG, Art. 64 BGG, Art. 108 BGG; admissibility of an appeal and minimum reasoning requirements. An appeal must, in a concise but specific manner, address the decisive considerations of the challenged decision and indicate which legal norms were violated and why. Merely appellatory criticism is insufficient. If these formal requirements are not met, the appeal is inadmissible and may be disposed of in the simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. In the absence of a valid appeal, free legal aid under Art. 64 BGG is excluded; costs may nevertheless be waived under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG in view of the circumstances.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

9C_59/2014

Urteil vom 12. Februar 2014

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Dormann.

Verfahrensbeteiligte
Y.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK, avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Alters- und Hinterlassenenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundes-verwaltungsgerichts vom 16. Dezember 2013.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 20. Januar 2014 (Übergabe an die Schweizerische Post; Art. 48 Abs. 1 BGG) gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Dezember 2013,
in die Verfügung des Bundesgerichts vom 21. Januar 2014, worin Y.________einerseits aufgefordert wurde, den angefochtenen Entscheid spätestens bis am 7. Februar 2014 nachzureichen, ansonsten die Rechtsschrift unbeachtet bleibe, und anderseits auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung hingewiesen worden ist,
in die daraufhin von Y.________ am 30. Januar 2014eingereichte Eingabe,

in Erwägung,
dass zwar der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid fristgerecht eingereicht hat,
dass indessen ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287), während eine rein appellatorische Kritik nicht genügt (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.),
dass die Eingaben des Beschwerdeführers diesen inhaltlichen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügen, da den Ausführungen auch nicht ansatzweise entnommen werden kann, inwiefern die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen qualifiziert unzutreffend im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG (unhaltbar, willkürlich: BGE 135 II 145 E. 8.1 S. 153; Urteil 9C_607/2012 vom 17. April 2013 E. 5.2) oder die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft (vgl. Art. 95 BGG) sein sollen,
dass mangels einer gültigen Beschwerde die unentgeltliche Rechtspflege ausscheidet (Art. 64 BGG) und im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG auf das Rechtsmittel nicht einzutreten ist,
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 12. Februar 2014

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Dormann

Schlagwörter

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