Non-entry on inadequate appeal in invalidity insurance case

9C_581/2011Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung26.09.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The claimant appealed a cantonal invalidity insurance judgment, but his submission failed to meet the Federal Supreme Court's formal requirements. He mainly recounted his life history and did not meaningfully address the decisive finding that he remained capable of light, alternating work that would yield income excluding a pension. A subsequent filing merely maintained the appeal without curing the deficiencies. The Federal Court therefore issued a non-entry decision in simplified procedure and waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 105 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; non-entry for insufficient reasoning. An appeal must contain prayers for relief and, in concise form, an explanation showing how the challenged decision violates law. Where the appeal merely narrates personal circumstances but does not engage with the decisive reasoning of the lower court, it fails to meet the minimum substantiation requirements. In review of fact under Art. 105 BGG, the appellant must specifically demonstrate that factual findings are manifestly inaccurate and outcome-determinative. If the defect is not cured within the appeal period, the court may refuse to enter in simplified procedure.

Gesamter Gesetzestext

9C_581/2011 {T 0/2}

Urteil vom 26. September 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Keel Baumann.

Verfahrensbeteiligte
Y.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Aargau,
Kyburgerstrasse 15, 5000 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau
vom 6. Juli 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 15. August 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 6. Juli 2011,
in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 17. August 2011 an Y.________, worin auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist,
in die daraufhin von Y.________ am 22. August 2011 eingereichte Eingabe,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass der Versicherte in der Beschwerde zwar seinen Lebenslauf ab Geburt einlässlich schildert, sich aber mit Blick auf die Kognition gemäss Art. 105 Abs. 1 BGG (Bindung des Bundesgerichts an den durch das kantonale Gericht festgestellten Sachverhalt) mit den entscheidwesentlichen Erwägungen der Vorinstanz, wonach ihm eine leichte wechselbelastende Tätigkeit zumutbar wäre und er damit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte, bei weitem nicht hinlänglich auseinandersetzt,
dass er diese ihm angezeigte Mangelhaftigkeit in der zweiten Eingabe, in welcher er einzig mitteilte, er halte an der Beschwerde fest und bitte um Fällung eines Urteils, nicht verbessert hat,
dass die beiden Eingaben des Beschwerdeführers infolgedessen den gesetzlichen inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügen, da den Ausführungen nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG - soweit überhaupt beanstandet - qualifiziert unzutreffend und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollten,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 26. September 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Keel Baumann

Schlagwörter

invalidity insuranceappeal admissibilityreasoning requirementformal defectsnon-entrycourt costssimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the formal requirements of Art. 42 BGG and could be entertained.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not satisfy the minimum requirements of reasoning and prayers for relief, so the Federal Court could not examine it on the merits.

Extrahierte Begründung

Although the appellant described his life history in detail, he did not engage with the decisive findings of the cantonal court or show why the factual findings were manifestly incorrect or legally flawed; the defect was not cured in the second submission.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged despite the non-entry.

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged.

Extrahierte Begründung

The court waived costs under Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG.

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