Inadmissible appeal against remand interim decision

9C_566/2012Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung23.07.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the complaint against the Federal Administrative Court's remand order was an appeal against a separately opened interim decision. Because the appellant did not address the admissibility requirements of Art. 93 BGG, the filing lacked sufficient reasoning and the Court declined to enter into the appeal. The Court further noted that the remand did not create an irreparable disadvantage and did not avoid extensive evidence-taking. No court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; admissibility of an appeal against a remand order as an interim decision. A remand ordering supplementary fact-finding and a new decision is, as a rule, a separately appealable interim decision only under the restrictive conditions of Art. 93(1) BGG. The appellant must substantiate those conditions in the appeal. A mere prolongation of proceedings does not constitute irreparable harm within Art. 93(1)(a) BGG, and the setting aside of such a remand normally does not save extensive evidence-taking within Art. 93(1)(b) BGG. Absent such reasoning, the appeal is manifestly inadmissible under Art. 108(1)(b) BGG; costs may exceptionally be waived under Art. 66(1) second sentence BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_566/2012

Urteil vom 23. Juli 2012
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Traub.

Verfahrensbeteiligte
E.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland, avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundes-verwaltungsgerichts vom 10. Juni 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 6. Juli 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. Juni 2012,

in Erwägung,
dass die Vorinstanz die Sache zur ergänzenden Abklärung, Gewährung des rechtlichen Gehörs, neuen Beurteilung des Sachverhalts und neuen Entscheidung an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland zurückgewiesen hat,
dass es sich beim angefochtenen Rückweisungsentscheid um einen - selbständig eröffneten - Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG handelt (BGE 133 V 477 S. 481 f. E. 4.2 und 5.1; vgl. den Wortlaut der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung),
dass nach Art. 93 BGG die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen einen Zwischenentscheid nur zulässig ist, wenn der anzufechtende Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Abs. 1 lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Abs. 1 lit. b),
dass der Zwischenentscheid gegebenfalls im Rahmen einer Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar sein wird (Art. 93 Abs. 3 BGG),
dass die Eingabe des Beschwerdeführers keine Ausführungen zu der Frage enthält, ob der vorinstanzliche Zwischenentscheid im Hinblick auf die in Art. 93 Abs. 1 BGG umschriebenen Voraussetzungen überhaupt mit Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden kann,
dass schon aus diesem Grund mangels rechtsgenüglicher Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass abgesehen davon die mit dem vorinstanzlichen Rückweisungsentscheid verbundene Verlängerung des Verfahrens für den am Recht stehenden Versicherten generell keinen Nachteil mit sich bringt, der auch mit einem für ihn günstigen Entscheid in Zukunft nicht behoben werden könnte (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; BGE 133 V 477 S. 483 E. 5.2.1 und 5.2.2; SVR 2012 IV Nr. 6 S. 38, 8C_121/2011 E. 3.1),
dass sodann nach ständiger Rechtsprechung die Aufhebung eines Rückweisungsentscheids, mit welchem eine ergänzende Sachverhaltsabklärung angeordnet wird, grundsätzlich keinen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG erspart (vgl. nur Urteil 9C_171/2012 vom 23. Mai 2012 E. 3.3.2),
dass auf die Beschwerde mithin auch deswegen nicht eingetreten werden kann, weil sie im Sinne von Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG offensichtlich unzulässig ist,
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 23. Juli 2012
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Traub

Schlagwörter

social insuranceinterim decisionremandadmissibilityirreparable harmcost waiver

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Admissibility of the appeal against the remand interim decision

Extrahierter Entscheid

The appeal is inadmissible because the appellant did not show that the interim decision met the requirements of Art. 93(1) BGG, and the remand decision does not cause irreparable harm or save extensive evidence-taking.

Extrahierte Begründung

The challenged remand order is a separately appealable interim decision. The filing contained no argument on the conditions for immediate review under Art. 93(1) BGG. In addition, a mere prolongation of proceedings is not an irreparable disadvantage, and setting aside a remand for additional fact-finding does not normally avoid major evidentiary expense.

Kernrechtsfrage

Court costs

Extrahierter Entscheid

No court costs are charged in light of the circumstances.

Extrahierte Begründung

The court exercised discretion under Art. 66(1) second sentence BGG to waive costs.

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