Non-entry due to insufficiently reasoned complaint

9C_530/2011Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung05.09.2011Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

K.________ appealed to the Federal Supreme Court against a Federal Administrative Court decision that had refused to enter into his case because the advance on costs was not paid. The Federal Supreme Court held that the appeal did not comply with Art. 42 BGG because it failed to engage with the reasoning of the non-entry decision and instead addressed only the merits. It therefore dismissed the appeal by way of simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG and waived court costs under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; appeal against a non-entry decision must address the grounds of non-entry specifically; a submission that argues only the merits of the underlying dispute is not a legally sufficient reasoned appeal. Where the complaint manifestly lacks such reasoning, the Federal Supreme Court may refuse to enter in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. If the statutory prerequisites are absent, the court may also waive court costs under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_530/2011

Urteil vom 5. September 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Verfahrensbeteiligte
K.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland,
Avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom
21. Juni 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 26. Juni 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Juni 2011, mit welchem auf die Beschwerde des K.________ mangels Leistung des Kostenvorschusses nicht eingetreten wurde,
in das Schreiben des Bundesgerichts vom 4. Juli 2011 an K.________, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Antrag und Begründung nicht zu erfüllen scheine und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich sei,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit weiteren Hinweisen),
dass nach der Rechtsprechung eine Beschwerdeschrift, welche sich bei der Anfechtung von vorinstanzlichen Nichteintretensentscheiden lediglich mit der materiellen Seite des Falles auseinandersetzt, keine sachbezogene Begründung aufweist und damit keine rechtsgenügliche Beschwerde darstellt (vgl. BGE 123 V 335; 118 Ib 134; ARV 2002 Nr. 7 S. 61 E. 2; RKUV 1998 Nr. U 299 S. 337),
dass die Eingabe des Beschwerdeführers diesen gesetzlichen Mindestanforderungen an eine hinreichende Beschwerdebegründung offensichtlich nicht genügt, da ihr keine inhaltliche Auseinandersetzung mit den entscheidwesentlichen Erwägungen der Vorinstanz zum Nichteintreten auf Grund des nicht geleisteten Kostenvorschusses zu entnehmen ist,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 5. September 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Helfenstein Franke

Schlagwörter

non-entryreasoned appealcost advancesimplified proceduresocial insurancecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal met the statutory requirements of form and reasoning under Art. 42 BGG.

Extrahierter Entscheid

No. The filing did not address the decisive reasons for the lower court's non-entry decision and therefore was not sufficiently reasoned.

Extrahierte Begründung

An appeal must state requests and reasons in a way that shows why the challenged decision violates law. Where a non-entry decision is attacked, arguments limited to the merits do not constitute a proper challenge to the non-entry grounds.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be decided in simplified procedure under Art. 108 BGG.

Extrahierter Entscheid

Yes. Because the complaint manifestly failed to meet the minimum reasoning requirements, non-entry was appropriate in simplified procedure.

Extrahierte Begründung

The absence of any substantive engagement with the lower court's non-entry reasoning justified summary disposal without full proceedings.

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