Non-entry on appeal against interim decision; legal aid denied

9C_523/2012Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung16.07.2012Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the complaint against the Zurich social insurance court’s separately appealable interim decision on legal aid and party compensation was inadmissible under Art. 93 BGG because the appellant failed to show any admissibility ground. It therefore did not enter into the appeal under Art. 108(1)(a) BGG. Because the proceedings were hopeless, the request for free legal representation was denied. In view of the circumstances, the court waived the collection of court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; admissibility of an appeal against a separately notified interim decision: an appeal is admissible only if the appellant substantiates either an irreparable disadvantage under Art. 93(1)(a) BGG or the conditions of Art. 93(1)(b) BGG. Absent such substantiation, the Federal Supreme Court does not enter into the appeal under Art. 108(1)(a) BGG. A request for legal aid under Art. 64(1) BGG must be denied where the appeal is manifestly hopeless. Costs may exceptionally be waived under Art. 66(1) BGG.

Gesamter Gesetzestext

9C_523/2012 {T 0/2}

Urteil vom 16. Juli 2012
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Fessler.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
vertreten durch Herr Georg Merkl,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 2. April 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 30. Juni 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 2. April 2012 betreffend unentgeltlichen Rechtsbeistand und Parteientschädigung (Verfahren IV.2012.00328),

in Erwägung,
dass der angefochtene Entscheid als selbständig eröffneter Zwischenentscheid nach Art. 93 BGG in dem vor Vorinstanz hängigen Verfahren AB.2012.00006 betreffend den Anspruch des verstorbenen Ehemannes der Beschwerdeführerin auf Kostenbeitrag der AHV für einen Rollstuhl (vgl. Art. 43ter Abs. 1 AHVG) zu qualifizieren ist,
dass die Beschwerde gemäss Art. 93 Abs. 1 BGG somit nur zulässig ist, wenn das angefochtene Erkenntnis einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b),
dass die Beschwerdeführerin nicht darlegt und auch nicht ersichtlich ist, inwiefern diese oder jene Voraussetzung gegeben ist (Urteil 5A_ 780/2011 vom 23. Februar 2012 E. 1.1 in fine),
dass auf die Beschwerde daher nicht einzutreten ist (Urteil 9C_171/ 2012 vom 23. Mai 2012 E. 3.3),
dass die letztinstanzlich einzig noch streitige Parteientschädigung für das Einspracheverfahren betreffend den Anspruch des verstorbenen Ehemannes der Beschwerdeführerin auf Kostenbeitrag der AHV für einen Rollstuhl gegebenenfalls zusammen mit dem diesbezüglichen Endentscheid beim Bundesgericht angefochten werden kann (Art. 93 Abs. 3 BGG; vgl. BGE 135 III 329),
dass die offensichtlich unzulässige Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG erledigt wird,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dem Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wegen Aussichtslosigkeit des Prozesses nicht stattzugeben (Art. 64 Abs. 1 BGG), auf die Erhebung von Gerichtskosten umständehalber indessen zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 16. Juli 2012

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Fessler

Schlagwörter

social insuranceinterim decisionadmissibilityirreparable harmlegal aidcourt costsnon-entry

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the separately notified interim decision was admissible under Art. 93 BGG.

Extrahierter Entscheid

The appeal was inadmissible because the appellant did not show a risk of irreparable harm or the conditions for immediate final disposition and savings of time/costs.

Extrahierte Begründung

The challenged decision was a separately appealable interim decision. Under Art. 93(1) BGG, admissibility required a showing under lit. a or b, which was neither alleged nor apparent.

Kernrechtsfrage

Whether legal aid for the federal proceedings should be granted.

Extrahierter Entscheid

Legal aid was denied because the proceedings had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Since the appeal was manifestly inadmissible, the request for free legal representation failed on the requirement of non-futility under Art. 64(1) BGG.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged.

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed in view of the circumstances.

Extrahierte Begründung

Although the appeal failed, the court exercised discretion under Art. 66(1) BGG to waive costs.

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