Non-entry for insufficient appeal reasoning in disability insurance

9C_451/2008Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung10.06.2008Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

C. and G. appealed to the Federal Supreme Court against the cantonal judgment concerning helplessness allowance in disability insurance. The Court had already informed them that the appeal appeared not to satisfy the statutory requirements and that any correction had to occur within the non-extendable appeal period. Their request for an extension was refused, and a later medical certificate was disregarded as untimely. Because the filing did not address the decisive reasoning of the cantonal court, the Court declined to enter into the appeal and waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 48 Abs. 1 BGG; formal requirements of the appeal and non-entry: the appeal must contain specific requests and, in concise form, reasons showing how the contested decision violates the law. Mere assertions or submissions that do not engage with the decisive grounds of the cantonal decision are insufficient. Deficiencies may be cured only within the appeal period; untimely supplementary submissions are inadmissible. If these minimum requirements are manifestly not met, the President may decide in simplified proceedings not to enter into the appeal. Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 in fine BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_451/2008

Urteil vom 10. Juni 2008
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Dormann.

Parteien
C.________,
G.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Graubünden, Ottostrasse 24, 7000 Chur,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 15. Januar 2008.

Nach Einsicht
in die von C.________ und G.________ erhobene Beschwerde vom 15. April 2008 gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 15. Januar 2008 betreffend Hilflosenentschädigung,
in das Schreiben des Bundesgerichts an C.________ und G.________ vom 21. April 2008, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Antrag und Begründung nicht zu erfüllen scheint und eine Verbesserung nur innert der nicht erstreckbaren Beschwerdefrist möglich ist,
in das Fristerstreckungsgesuch von C.________ und G.________ vom 29. April 2008, welchem mit Verfügung vom 5. Mai 2008 nicht stattgegeben wurde,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die (nicht verbesserte) Eingabe der Beschwerdeführer diesen gesetzlichen Mindestanforderungen an eine hinreichende Beschwerdebegründung offensichtlich nicht genügt, da ihr auch nicht ansatzweise eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den entscheidwesentlichen Erwägungen der Vorinstanz zur Rentenverweigerung zu entnehmen ist,
dass auch das Arztzeugnis des Dr. med. M.________ vom 13. Mai 2008 diesen Anforderungen nicht genügt und als verspätete Eingabe ohnehin unbeachtlich ist (Art. 48 Abs. 1 BGG),
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 in fine BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 10. Juni 2008
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Meyer Dormann

Schlagwörter

social insurancedisability insurancehelpfulness allowanceappeal requirementsinadmissibilitynon-entryreasoningcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal complied with the Federal Supreme Court's formal requirements on requests and reasoning.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not meet the minimum reasoning requirements because it did not engage with the decisive reasons of the cantonal court.

Extrahierte Begründung

Under Art. 42(1)-(2) BGG, an appeal must state requests and explain in a concise manner how the challenged decision violates the law. The filing contained no substantive discussion of the cantonal court's reasons, and the later medical certificate was both insufficient and untimely.

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