Revision of disability pension after improved health

9C_371/2010Bundesgericht / III. öffentlich-rechtliche Abteilung21.06.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The insured person challenged the reduction of his invalidity pension from a full to a quarter pension after the IV office and the cantonal social insurance court found a material improvement in his rheumatic condition and a residual work capacity of 70% in adapted work. The Federal Court held that the factual findings were binding, rejected the appellant's largely appellatory objections, and confirmed that the resulting earning loss entitled him only to a quarter pension. The appeal was dismissed in simplified proceedings, and court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 28a Abs. 1 IVG; Art. 28 Abs. 2 IVG; revision of disability pension on material change in circumstances; review of factual findings. A pension revision is permissible where the medical condition and work capacity have materially improved as of the relevant comparison date. In determining invalidity by income comparison, the decisive question is whether the residual earning capacity in an adapted occupation results in an invalidity degree corresponding to the statutory pension level. The Federal Court is bound by the cantonal fact-finding unless it is manifestly incorrect or based on a legal error; mere appellatory criticism is insufficient (consid. 1-3). If the earning loss is more than 40% but less than 50%, only a quarter pension is due (consid. 3).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
9C_371/2010

Urteil vom 21. Juni 2010
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Borella, Seiler,
Gerichtsschreiber Attinger.

Verfahrensbeteiligte
J.________, vertreten durch Beratungsstelle für Ausländer,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Invalidenrente, Revision),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 15. März 2010.

Sachverhalt:
Mit Verfügung vom 2. August 2007 sprach die IV-Stelle des Kantons Zürich dem 1956 geborenen, an Morbus Bechterew leidenden J.________ bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ab 1. August 2006 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu. Mit Revisionsverfügung vom 13. August 2008 setzte die IV-Stelle die ganze Rente mit Wirkung ab 1. Oktober 2008 auf eine Viertelsrente herab.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 15. März 2010 ab.
J.________ führt Beschwerde ans Bundesgericht mit dem Antrag auf Weiterausrichtung der ganzen Invalidenrente über Ende September 2008 hinaus.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gemäss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. auch Art. 97 Abs. 1 BGG). Mit Blick auf diese Kognitionsregelung ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde ans Bundesgericht zu prüfen, ob der angefochtene Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und beweisrechtlichen Grundlagen (u.a.) Bundesrecht verletzt (Art. 95 lit. a BGG), einschliesslich einer allfälligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG).

2.
Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen und von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze, namentlich diejenigen über die Bemessung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG [SR 830.1] in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG; BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348; 128 V 29 E. 1 S. 30; 104 V 135 E. 2a und b S. 136) sowie die Revision von Invalidenrenten bei wesentlicher Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG) und den diesbezüglichen zeitlichen Referenzpunkt (BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 ff.), zutreffend dargelegt. Hierauf wird verwiesen.

3.
Das kantonale Gericht gelangte, insbesondere gestützt auf das ursprüngliche (vom 7. Juli 2006) und das neuerliche Gutachten von Prof. Dr. M.________, Direktor der Rheumaklinik am Spital X.________, vom 25. Februar 2008 zum zutreffenden Schluss, dass bis zum Erlass der Revisionsverfügung insofern eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit eingetreten war, als fachärztlich ein allgemeiner Rückgang der Schwellung an den betroffenen Gelenken, ein vollständiger Rückgang der entzündlichen Aktivität in den Iliosakralgelenken sowie eine gesteigerte Beweglichkeit des Rückens erhoben werden konnten. Soweit der Beschwerdeführer rein appellatorisch jegliche gesundheitliche Verbesserung in Abrede stellt oder (in psychischer Hinsicht) gar eine Verschlechterung geltend macht, übersieht er, dass die im angefochtenen Entscheid einlässlich begründete Würdigung der gesamten medizinischen Akten (einschliesslich der antizipierten Schlussfolgerung, wonach keine weiteren ärztlichen Abklärungen erforderlich seien) Fragen tatsächlicher Natur beschlägt und daher für das Bundesgericht verbindlich ist (E. 1 hievor), zumal von willkürlicher Abwägung durch die Vorinstanz oder anderweitiger Rechtsfehlerhaftigkeit im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG nicht die Rede sein kann. Die weitere, für das Bundesgericht gleichermassen verbindliche vorinstanzliche Feststellung, wonach dem Beschwerdeführer fortan die Verrichtung einer leidensangepassten Erwerbstätigkeit wieder im Umfange eines Arbeitspensums von 70 % zumutbar gewesen wäre, stützt sich ebenfalls in erster Linie auf die überzeugende ärztliche Stellungnahme des rheumatologischen Gutachters. Wie im vorinstanzlichen Entscheid schliesslich zu Recht erwogen wurde, beläuft sich die Erwerbseinbusse bei Verwertung der wiedergewonnenen Restarbeitsfähigkeit auf mehr als 40 %, aber weniger als 50 %, was nur mehr zum Bezug einer Viertelsrente berechtigt (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Entgegen den Einwendungen in der Beschwerdeschrift bietet der ausgeglichene Arbeitsmarkt im Sinne von Art. 16 ATSG durchaus Arbeitsplätze an, welche dem vorinstanzlich zugrunde gelegten Zumutbarkeitsprofil entsprechen (leichte wechselbelastende Tätigkeit mit der Möglichkeit von kurzen Pausen alle zwei Stunden und ohne längeres Sitzen oder Stehen ohne Bewegungsmöglichkeit im Umfang von 70 %; Urteil 8C_776/2008 vom 18. Juni 2009 E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 110 V 273 E. 4b S. 276 und seitherige Urteile). Sodann übersieht der Beschwerdeführer, dass bereits die IV-Stelle und das kantonale Gericht bei der Ermittlung des Invalideneinkommens den herangezogenen Tabellenlohn im letztinstanzlich beantragten Umfang von 20 % herabgesetzt haben.

4.
Die im Sinne von Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG offensichtlich unbegründete Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren abzuweisen.

5.
Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 21. Juni 2010

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Attinger

Schlagwörter

disability insurancepension revisioninvalidity degreeincome comparisonresidual work capacitymedical assessmentsimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the revised disability assessment showed a material improvement justifying pension reduction.

Extrahierter Entscheid

Yes. The medical evidence showed reduced joint swelling, no inflammatory activity in the sacroiliac joints, and improved spinal mobility, establishing a material improvement in health and work capacity.

Extrahierte Begründung

The Federal Court accepted the cantonal court's evaluation of the medical reports and found no arbitrarily incorrect fact-finding or need for further expert evidence.

Kernrechtsfrage

Whether the insured person's residual earning capacity justified only a quarter pension.

Extrahierter Entscheid

Yes. A 70% work capacity in adapted work led to an earning loss of more than 40% but less than 50%, which entitles only to a quarter pension.

Extrahierte Begründung

Applying the income comparison method, the court held that the residual earning capacity and the adjusted tablesalary supported the revised invalidity degree.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal should be allowed against the cantonal judgment.

Extrahierter Entscheid

No. The appeal was manifestly unfounded and had to be dismissed in simplified proceedings.

Extrahierte Begründung

The appellant's objections were merely appellatory and did not establish a violation of federal law.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs.

Extrahierter Entscheid

The appellant bears the court costs as the unsuccessful party.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome under the Federal Supreme Court Act.

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